Bochum

Internet-Hype um Bochumer Politiker - Was wurde aus Marcus Stawars?

Marcus Stawars wurde im vergangenen Jahr bei Facebook zum Internet-Hype.
Marcus Stawars wurde im vergangenen Jahr bei Facebook zum Internet-Hype.
Foto: Marcus Stawars/CDU
  • Zur Landtagswahl 2017 ließ sich in Bochum unter anderem Marcus Stawars aufstellen
  • Bei Facebook amüsierten sich Nutzer über ein Foto seines Wahlplakats
  • Wie ging es nach der Wahl für den CDU-Politiker weiter?

Bochum. Als Nordrhein-Westfalen im Mai 2017 den neuen Landtag wählte, wurde der Bochumer CDU-Politiker Marcus Stawars durch seine Wahlplakate zum Internet-Star.

Grund war sein Nachname, der der Kultfilmreihe „Star Wars“ ähnelt. DER WESTEN hatte damals als erstes Medium über einen humorvollen Facebook-Post berichtet, der sich lawinenartig zum wahren Hype entwickelte.

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Marcus Stawars, damals Landtagskandidat der CDU im Wahlkreis Bochum II, sagt knapp ein Jahr danach auf Anfrage von DER WESTEN: „Das war einfach nett und witzig, ich hatte dadurch eine gewisse Öffentlichkeit im Wahlkampf, die aus meinem Namen kam. Das hat mir geholfen, politische Themen zu platzieren. Für mich war das eine große Hilfe.“

Durch die überregionale Berichterstattung sei es anschließend zu einer witzigen Situation mit einer Callcenter-Mitarbeiterin aus München gekommen, wie Stawars lachend erzählt. Denn als die Mitarbeiterin am Telefon seinen Namen hörte, fragte sie ungläubig, ob er tatsächlich der Star-Wars-Politiker aus Bochum sei.

Debatte verhalf nicht zum Einzug

Die humorvolle Internet-Debatte um seinen Namen verhalf Marcus Stawars zwar nicht zum Einzug in den Landtag, denn Karsten Rudolph (SPD) und Gabriele Walger-Demolsky (AfD) setzten sich durch. Aber: „Das war das beste Ergebnis, das wir je in dem Landkreis erzielt haben“, sagt Stawars.

Aktuell ist Marcus Stawars unter anderem Stadtbezirksvorsitzender Bochum-Süd der CDU und als stellvertretender Vorsitzender in den Fraktionsvorstand gewählt worden. Er beschäftigt sich mit kommunalpolitischen Themen. Zum Beispiel mit der Entwicklung des Viktoria-Quartiers. Oder auch mit der Frage, wie das marode Frauenhaus eine neue Zukunft bekommt.

Aber auch mit Fragen zur Sicherheit und Sauberkeit in Bochum. Zum Beispiel des Bochumer Hauptbahnhofs. „Kommunalpolitik wird oft unterschätzt“, sagt Stawars. „Da geht es um elementare Fragen des Lebens der Bürger einer Stadt. „Politik ist aber nicht immer so todernst, wie man glaubt. Da arbeiten viele humorvolle Politiker, zu denen zähle ich mich auch.“

Woher kommt der Name?

Sein Nachname kommt übrigens ursprünglich aus Ungarn und ist irgendwann in Bayern aufgetaucht, erklärt Stawars. „Viele Menschen wünschen sich zwar, dass mein Großvater bei der NASA war oder an einem Raumschiff gearbeitet hat. Aber das war leider nicht so“, sagt er.

„Mein Großvater war Chemiker und hat damals eine Anstellung in Gelsenkirchen gefunden. Dort ist auch mein Vater groß geworden und hat da meine Mutter kennengelernt.“ Stawars selbst ist in Bochum aufgewachsen - in seinem eigenen Wahlkreis.

 
 

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