Intercity fährt in Bochum über eine im Gleisbett liegende Person

Bei Tempo 160 leitete ein Zugführer am späten Freitagabend im Bereich Wattenscheide eine Vollbremsung ein
Bei Tempo 160 leitete ein Zugführer am späten Freitagabend im Bereich Wattenscheide eine Vollbremsung ein
Foto: imago/Westend61
  • Immer wieder bringen Personen sich beim Überqueren von Bahnlinien in Lebensgefahr
  • In der Nacht auf Sonntag überrollte ein Intercity eine Persen auf der Strecke Bochum – Essen im Bereich Wattenscheid
  • Der Betreffende kam offenbar, als er sich in die Mitte der Gleise legte, mit dem Schrecken davon

Bochum.. Offenbar nur durch großes Glück wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein folgenschwerer Zugunfall auf der Strecke Bochum – Essen verhindert. Gegen 21.50 Uhr leitete der 44-jährige Lokführer des Intercity 2307 im Bereich Wattenscheid bei Tempo 160 Stundenkilometer eine Vollbremsung ein. Im Lichtkegel der Zugscheinwerfer hatte er zwei Personen im Gleisbett entdeckt, die offenbar die Gleise überqueren wollten.

Während dies einem Mann nach Angaben der Bahnpolizei gelang, soll die zweite Person sich in die Mitte der Gleise gelegt haben. Trotz der Vollbremsung überfuhr der Zug die im Gleisbett liegende Person. Der Lokführer erlitt einen Schock und musste abgelöst werden.

Bahnverkehr unterbrochen

Alarmierte Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Bundespolizei suchten zusammen mit dem Notfallmanager der Bahn den Streckenabschnitt, konnten jedoch niemanden finden. Die Bundespolizei geht daher davon aus, dass beide Personen mit dem Leben davon kamen. Durch den Vorfall wurde die Strecke zwischen 22 und 23.15 Uhr gesperrt. Es kam zu erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr.

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