Insolvenzverfahren gegen Promi-Vermittler Sascha Hellen

Sascha Hellen (rechts) will trotz des Insolvenzantrags seine Veranstaltungen wie geplant fortsetzen. Unser Bild zeigt ihn mit Moderator Werner Hansch (links) und Detlef Schmelz (BMW) bei der Vorstellung des Steiger Award 2014 in Hattingen.
Sascha Hellen (rechts) will trotz des Insolvenzantrags seine Veranstaltungen wie geplant fortsetzen. Unser Bild zeigt ihn mit Moderator Werner Hansch (links) und Detlef Schmelz (BMW) bei der Vorstellung des Steiger Award 2014 in Hattingen.
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Gegen Promi-Vermittler Sascha Hellen läuft ein Insolvenzverfahren. Es könnte aber sehr bald eingestellt werden, teilt der Insolvenzverwalter mit.

Bochum.. Gegen die Firma von Promi-Vermittler Sascha Hellen ist ein Insolvenzverfahren eingeleitet worden. Hellen und der vorläufige Insolvenzverwalter stimmen jedoch überein, dass eine Pleite aller Voraussicht nach abgewendet werden könne.

Nach Angaben von Hellen hat das Finanzamt den Antrag auf Insolvenz gestellt – „auf Grundlage überhöhter, zum Teil geschätzter Forderungen aus den Jahren 2012 und 2013“, so der 37-Jährige im WAZ-Gespräch. Im Zuge seiner Reihe „Herausforderung Zukunft“ gastierten damals Prominente wie der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter in Bochum. Das Finanzamt sei „fälschlicherweise“ davon ausgegangen, dass für die hochkarätigen internationalen Redner ebensolche (hierzulande steuerpflichtigen) Honorare gezahlt worden seien. Hellen: „Das ist nicht korrekt. Es wurden Reisekosten erstattet. Honorare gab es nicht.“

Neuauflage des "Steiger Award"

Sein neuer Steuerberater und Wirtschaftsprüfer habe die „Missverständnisse“ beim Finanzamt inzwischen ausräumen können. Es sei Einigung erzielt worden. „Die verbleibende berechtigte Forderung wurde zu Wochenbeginn ausgeglichen. Der Insolvenzantrag des Finanzamtes wird deshalb zurückgezogen“, kündigt Sascha Hellen an.

Das mochte Nils Meißner, Rechtsanwalt im Essener Büro des vom Amtsgericht bestellten vorläufigen Insolvenzverwalters Rolf Weidmann, am Mittwoch gegenüber der WAZ zwar nicht bestätigen. „Es ist ein ,schwaches’ Insolvenzverfahren anhängig, bei dem der Geschäftsführer mit allen Befugnissen im Amt bleibt“, erklärt Meißner. Es sei aktuell aber „nicht ausgeschlossen, dass es zu einer Einstellung und Erledigung des Verfahrens kommen wird“.

Hellen, der vor drei Jahren im Zuge der Atrium-Affäre der Stadtwerke bundesweit in die Schlagzeilen geriet, bekräftigt, dass seine Veranstaltungen von dem Insolvenzantrag nicht betroffen seien. Am Mittwochabend sollte im Rahmen der „Herausforderung Zukunft“ eine Diskussion mit den OB-Kandidaten Thomas Eiskirch (SPD) und Klaus Franz (CDU) im Gut Mausbeck in Gerthe stattfinden. Für den 26. September kündigt Hellen eine Neuauflage seines „Steiger Award“ an. Wo, stehe noch nicht fest.

 
 

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