In Bochum wird mit Geflüchteten gesprochen statt über sie

Ismail Küpeli koordiniert das Projekt "ReSpeech" der Medzinischen Flüchtlingshilfe Bochum.
Ismail Küpeli koordiniert das Projekt "ReSpeech" der Medzinischen Flüchtlingshilfe Bochum.
Foto: Dietmar Wäsche
Das Medienprojekt "ReSpeech" gibt Geflüchteten in Bochum eine Stimme. Am 25. November wird das bundesweite Erscheinen einer Zeitschrift gefeiert.

Bochum.. Hetze im Internet und auf den Straßen gegen die Aufnahme von Geflüchteten. Auf der anderen Seite helfende Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und eine Willkommenskultur fordern. Diskussionen und Demonstrationen allerorten. Die, um die es dabei geht, kommen aber selten zu Wort. Das wollte die Medizinische Flüchtlingshilfe in Bochum ändern. Der Verein hat Geflüchtete in Medienarbeit geschult und gleichzeitig versucht, mit öffentlichen Veranstaltungen andere Positionen in die Debatten um Flucht, Migration und Rassismus einzubringen. Nun veröffentlicht das Medienprojekt erstmals bundesweit eine Print-Zeitschrift.

Mit "ReSpeech" sollen "die Geflüchteten eine Stimme bekommen", sagt Ismail Küpeli, Koordinator des Projekts. "Sie sollen am Diskurs und der Gesellschaft partizipieren können, die Perspektive der Betroffenen einbringen. Das ist wichtig für alle Debatten, die wir in diesem Zusammenhang in Bochum, in Deutschland und Europa führen.“

Veröffentlichung der Print-Ausgabe wird gefeiert

Nach Veröffentlichungen im Internet finden die Beiträge nun ihren Weg in eine gedruckte Zeitschrift. Am Freitag, 25. November, wird sie im Kulturzentrum Bahnhof Langendreer vorgestellt. "Zum Erscheinen der ersten bundesweiten Printausgabe von ReSpeech wollen wir mit euch diskutieren, streiten, lachen und feiern", kündigen die Veranstalter an.

Die Besucher erwartet unter anderem ein Grußwort von Efi Latsoudi, Trägerin des Nansen-Flüchtlingspreises 2016 des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR), ein Wortbeitrag von Bahar Aslan (Herausgeberin von "Die haben gedacht, wir waren das: MigrantInnen über rechten Terror und Rassismus") sowie Musik von Flamenco Syrio mit Abdullah Khalil und Ahmad Balhawan, präsentiert vom "WorldBeatClub". Außerdem sind Überraschungsgäste angekündigt. Der Eintritt ist frei.

 
 

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