Im Varieté-Abend ist Musik drin

Da ist Musik drin: Mit seiner Frühjahrsstaffel präsentiert sich das Varieté Et Cetera so musikalisch wie selten zuvor. Nach dem Erfolg von 2013 heißt es in Riemke zum zweiten Mal: „Haste Töne?“

Sammy Tavalis ist ein Multitalent – vor und hinter den Kulissen. 2011 führte der Komiker und Mime erstmals durchs Programm. Seither wirkt der Berliner als Haus- und Hofregisseur an der Herner Straße. Vor drei Jahren landete er einen Volltreffer: „Haste Töne“ vereinte Artistik, Comedy und Musik auf Top-Niveau. „Die Besucher schwärmten noch lange davon. Viele fragten: Gibt’s ein Wiedersehen?“, sagt Varieté-Chefin Silvia Cabello.

Gibt es. Denn Sammy Tavelis ist zurück. Und mit ihm die meisten artistischen Highlights aus der ersten Staffel. Wieder spielt Musik die Hauptrolle. Zwar wartet jeder Künstler mit eigener Nummer auf. Die anmutige Bianca Capri wirbelt am Vertikalseil über den Besuchern. Frauenschwarm Mr. Wow lässt oben ohne die Diabolos rotieren. Svetlana Belova verbiegt sich als Schlangenfrau. Semion Bazavlouk, als fabelhafter Sänger und Breakdancer der heimliche Star des Abends, verwandelt sich in einen Plattenspieler. Lockenkopf Ihor Yakymenko beweist Balance und Kraft am freistehenden Mast. Und Wasili Urbach überzeugt als Marionette mit einer „fadenscheinigen“ Performance.

Immer wieder beherzigt das Ensemble aber Teamarbeit. Sammy Tavalis formiert die Körperkünstler zu einem durchaus hörbaren Orchester. Jeder Künstler muss auch musikalisches Talent mitbringen. Die Live-Klänge, mit denen die artistischen Darbietungen begleitet werden, werten die Show auf, machen sie noch intensiver, authentischer, berührender. Der Chef mit dem Marty-Feldman-Blick sorgt für die humoristischen Momente. Besonders sehens- und hörenswert: Sammys One-Man-Samba-Band.

 

EURE FAVORITEN