IFAK richtet Jugendwohngemeinschaft für Flüchtlinge ein

Hergerichtet wurden die Wohnungen „Am Schebbruch“ in Querenburg vor einigen Monaten. Die IFAK kümmert sich dort nun um das Übergangs-Management.
Hergerichtet wurden die Wohnungen „Am Schebbruch“ in Querenburg vor einigen Monaten. Die IFAK kümmert sich dort nun um das Übergangs-Management.
Foto: Dietmar Wäsche / WAZ-Fotopool
Vier Wohlfahrtsorganisationen haben mit dem Übergangs-Management für Flüchtlinge begonnen. Die IFAK richtet eine Jugendwohngemeinschaft ein.

Bochum.. Mit einer betreuten Jugendwohngemeinschaft wird sich der Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe IFAK am Übergangs-Management für Flüchtlinge beteiligen. Nach den Sommerferien soll die Unterkunft für zehn Jugendliche fertig gestellt werden.

Die Deutsche Annington als Vermieter baut die bereits in der Vergangenheit von der IFAK gemieteten Räume für diesen Zweck um. Neben den zehn Zimmern, in denen auch minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge Platz finden sollen, gehören Gemeinschaftsküche und Gemeinschaftsraum zur Einrichtung.

Flüchtlinge sollen sich in neuen Umgebung in Bochum zurecht finden

Anfang des Monats hat die IFAK mit dem Übergangs-Management in der Flüchtlingsunterkunft „Am Schebbruch“ in Querenburg begonnen. Dort wie in weiteren Einrichtungen kümmern sich insgesamt vier Wohlfahrtsorganisationen im Auftrag der Stadt darum, dass sich Flüchtlinge in der neuen Umgebung – vor allem im Stadtteil – zurecht finden und so schnell wie möglich eine eigene Wohnung finden.

Insgesamt 195.000 Euro hat der Rat Ende 2014 für dreineinhalb Stellen zur Verfügung gestellt. Zu diesem Zeitpunkt ging die Stadt davon aus, dass etwa 280 Personen, die länger als sechs Monate in einem Übergangsheim wohnen, in Privatwohnungen untergebracht werden können. Die Sozialberater sollen ihnen bei der Suche nach einer geeigneten Wohnung oder nach Möbeln, bei Kontakten mit Behörden, Versorgern oder Firmen und bei vielen weiteren Fragen helfen.

IFAK setzt sich für Wohnraum von Flüchtlingen ein

„Für die Menschen, die eine lange Flucht und schreckliche persönliche Schicksale hinter sich haben, ist die Perspektive auf eine eigene Wohnung ein wichtiger Ankerpunkt“, sagt IFAK-Geschäftsführerin Friederike Müller. Ihre Organisation setzt bei der Suche nach Wohnraum vor allem auf die bewährte Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugesellschaft VBW und mit der Deutschen Annington. Aber auch private Vermieter werden um Mithilfe gebeten. Wer eine Wohnung anbieten möchte, der kann sich per Mail an die IFAK wenden (wohnung@ifak-bochum.de).

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