Hochschule für Gesundheit plant neuen Studiengang für Pflege-Profis

Jürgen Stahl
Bald ist in Bochum eine Ausbildung mit Studium zur Pflegekraft möglich.
Bald ist in Bochum eine Ausbildung mit Studium zur Pflegekraft möglich.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Um die stetig steigende Nachfrage an Pflegepersonal zu befriedigen, bietet die HSG in Bochum bald einen neuen Studiengang an. Die Absolventen sollen als Allround-Pfleger sowohl Pflege- als auch Beraterstellen ausfüllen können. Ein Neubau soll für den nötigen Platz sorgen.

Bochum. Die Zahl der pflegebedürftigen Senioren steigt rasant. „Mehr denn je gilt es, alle Erkenntnisse zu den Menschen zu bringen“, konstatierte HSG-Präsidentin Prof. Dr. Anne Friedrichs in dieser Woche beim Neujahrsempfang der Hochschule. Mit dem in eineinhalb Jahren vorgesehenen Wechsel auf den Gesundheitscampus in Querenburg sollen zwei interdisziplinäre Studiengänge eingerichtet werden, die das praktische, wissenschaftliche und planerische Wissen rund um die Pflege vereint. „Der Bedarf“, meint Anne Friedrichs, „ist ganz sicher vorhanden; in Zukunft noch deutlich mehr als heute.“

Ausreichend Platz bietet der Campus-Neubau mit 25.000 qm Bruttogeschossfläche allemal. Nach der Grundsteinlegung im September 2012 „liegen wir gut im Zeitplan“, berichtet HSG-Vizepräsident Werner Brüning. Jede Woche zählt. Denn das Provisorium im ehemaligen Knappschaftsgebäude an der Universitätsstraße ist schon nach gut zwei Jahren zu klein. Aktuell sind es 500 Studenten, die an der bundesweit einzigartigen staatlichen Hochschule ihren Bachelor-Abschluss in den Fächern Ergo- und Physiotherapie, Logopädie, Hebammenkunde und Pflege anstreben (in diesem Jahr stehen die ersten Abschlussprüfungen an). 19 Professoren, 33 wissenschaftliche und 43 weitere Mitarbeiter sind beschäftigt.

Straffer Zeitplan muss aufgehen

Weil zusätzliche Räume in der Umgebung (u.a. Arbeitsagentur und Autohaus Lueg) angemietet sind und die Verwaltung in ein Bürogebäude am Glockengarten ausgelagert wurde, reicht der Platz im Provisorium noch für weitere 250 Studienanfänger in diesem Herbst. Mit dann 750 Studierenden jedoch sind alle Kapazitäten ausgeschöpft. Heißt: Der auf Kante genähte Zeitplan muss eingehalten werden, der Neubau muss bis Mitte 2014 stehen.

Für 75 Mio. Euro errichtet der Bau- und Liegenschaftsbetrieb die fünfgeschossige Hochschule für 1300 Studenten und das benachbarte Verwaltungszentrum mit Audimax (400 Sitzplätze), einer Mensa für 800 Mittagessen und einer Bibliothek mit 40.000 Medien.