Hessenteich-Kicker müssen ausweichen

Langendreer.  Im wahrsten Sinne zappenduster sieht es derzeit für die Fußballer der SV Langendreer 04 aus. Weil sich drei Flutlichtmasten bei einer Routineuntersuchung der Stadt als instabil erwiesen, musste die gesamte Platzanlage gesperrt werden. Grund: Die Masten stehen genau in der Mitte, Gefahr besteht also für beide Plätze. Da ohne Flutlicht derzeit auch nachmittags am Hessenteich nicht trainiert werden kann, müssen die Fußballer nun auf umliegende Sportplätze ausweichen.

„Das funktioniert“, erklärt Holger Kastner, sportlicher Leiter der Seniorenteams. Untergekommen ist die SV Langendreer bei Langendreer 07, wo die erste Mann trainiert, bei Langendreerholz (zweite Mannschaft) und am Anemonenweg in Werne, wo neben der dritten Mannschaft auch die Jugend trainiert und zudem die Heimspiele ausgetragen werden. Letzteres gestaltet sich laut Kastner etwas schwierig. „Am Sonntag haben wir aus diesem Grund trotz Heimrechts in Linden-Dahlhausen gespielt“, sagt Kastner, der ausdrücklich die Hilfsbereitschaft der Nachbarvereine lobt: „Bei aller sportlichen Rivalität – die Partnerschaft in Langendreer funktioniert.“

Nichtsdestotrotz hofft die SV Langendreer 04 auf rasche Behebung des Problems. „Die Demontage der Masten ist in Auftrag gegeben und soll bis 14. Dezember abgeschlossen sein“, berichtete Sigrid Fischer vom Sportamt der Bezirksvertretung Ost. Die Stümpfe würden dann abgedeckt und der Spielbetrieb wieder freigegeben. Genutzt werden können die Plätze aber auch weiterhin nur bei Tageslicht.

Kosten wohl knapp unter sechsstellig

Zeitgleich arbeitet das Sportamt an einer Kostenhochrechnung. „Wenn alles gut läuft, knapp unter sechsstellig“, wagte Sigrid Fischer im Bezirk eine Prognose. Verbunden mit der Bitte an die Lokalpolitik, sich doch an den Kosten zu beteiligten. Grundsätzlich abgeneigt, etwas aus dem „Feuerwehrtopf“ für bezirkliche Mittel dazu zu tun, ist man dort nicht. „Umso dringender benötigen wir die konkreten Kosten, um in den Fraktionen beraten zu können“, mahnte Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche (SPD) die Verwaltung zur Eile.

 
 

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