Herne

Heruntergekommene Wohnblocks in Herne: Jetzt meldet sich „altro mondo“ zu Wort

Matthias Biesel
Teils katastrophale Zustände offenbaren sich an den Wohnblocks an der Emscherstraße in Herne-Wanne.
Teils katastrophale Zustände offenbaren sich an den Wohnblocks an der Emscherstraße in Herne-Wanne.
Foto: DER WESTEN/ Jürgen von Polier

Herne. Am Montag machte Binja Heibach eine böse Entdeckung an der Haustür ihres Wohnhauses in Herne-Wanne. Dort kündigte der Energieversorger „Engie Deutschland GmbH“ auf einem Aushang an, dass ab dem 25. September „Wärme und ggf. Warmwasser“ in den Wohnblocks an der Emscherstraße abgestellt werden.

Vom Eigentümer „altro mondo“ hätte der Energieversorger „nur unzureichend die vertraglich vereinbarten Zahlungen“ erhalten.

Bereits Ende Juli soll der Vermieter „altro mondo“ Zahlungen gegenüber den Stadtwerken Herne nicht rechtzeitig nachgekommen sein.

Die Anwaltskanzelei Höcker, die „altro mondo“ vertritt, bestätigt den Aushang. „Allerdings wird die Energieversorgung nicht unterbrochen“, dementiert Rechtsanwalt Dr. Ruben Engel in einer Stellungnahme.

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„Bei der zahlungstechnischen (...) Umstellung lief (...) nicht alles glatt“

„Unsere Mandantin (Anm. d. Red. „altro mondo“) sorgt dafür, dass der Zahlungsrückstand heute noch ausgeglichen wird. Hintergrund des Rückstands ist ein Wechsel des Versorgers, über den die Mieter auch informiert worden waren“, teilt die Kanzlei mit.

„Bei der zahlungstechnischen Umstellung lief zum großen Bedauern unserer Mandantin leider nicht alles glatt. Jedoch wurde die kurzzeitige Unsicherheit nun beseitigt.“

Am Dienstagnachmittag trafen sich Mieter, Mieterbund und Vertreter der Stadt Herne zu einer Informationsveranstaltung. Auch ein Vertreter von „altro mondo“ hatte sich angekündigt. Erschien war er letztendlich nicht.