Herner Straße wird bereits im Juli fertig

Nathanael Ullmann
Fertig! Die Herner Straße ist im Bereich zwischen Moritzstraße und A40-Auffahrt komplett saniert worden. Unser Bild zeigt den Bereich rund um die Kreuzung Herner Straße/ Poststraße/ Vierhausstraße.
Fertig! Die Herner Straße ist im Bereich zwischen Moritzstraße und A40-Auffahrt komplett saniert worden. Unser Bild zeigt den Bereich rund um die Kreuzung Herner Straße/ Poststraße/ Vierhausstraße.
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler
Behinderungen auf der Herner Straße sollen vier Monate früher als geplant Geschichte sein. Stadt lobt Baufirma. Die Stau-Katastrophe blieb aus.

Bochum.  Ein paar Bauarbeiter stellen noch alte Absperrungen zusammen, andere transportieren mittlerweile unnütze Baustellenampeln ab und nehmen letzte Korrekturen an den neuen Ampeln vor, die von Experten als Lichtsignalanlagen bezeichnet werden. Es bot sich auf der Kreuzung Herner Straße/Poststraße/Vierhausstraße ein Anblick, wie er nur ganz selten vorkommt: Ein Baustellenabschnitt wurde geräumt – und zwar weit früher als gedacht.

Milde Winter waren ein Geschenk

Bereits eine Stunde später floss der Verkehr in diesem Bereich so, als habe es auf der Herner Straße nie eine Baustelle gegeben. Doch die gab es, und weiter nördlich wird es sie auch noch weiter geben. Der schwierigste Teil indes ist überwunden, die Kanäle sind gebaut, die Leitungen verlegt. Die Arbeiten zwischen A 40 und Moritzstraße sind fertiggestellt.

Nach Angaben der Stadt sieht es zudem so aus, als wäre die gesamte Großbaustelle schon im Sommer Schnee von Gestern. Anfangs hatten die Verantwortlichen die Bauzeiten bis November angedacht. Wie dies sein kann, dafür gibt es nach Susanne Düwel vom Tiefbauamt viele Gründe: „Einmal hatten wir zwei Winter ohne große Probleme. Dann war das Zusammenspiel zwischen der Stadt und der Baufirma sehr gut und die Leistungsfähigkeit der Firma Depenbrock war hoch.“

Außerdem sei alles sehr gut vorbereitet gewesen, nicht zuletzt das Verkehrskonzept habe die Erwartungen erfüllt. Die zu Anfang der Bauarbeiten Februar 2014 befürchteten Stau-Katastrophen blieben zum Großteil aus, nur die Stoßzeiten machten der 945 Meter langen Baustelle ein wenig zu schaffen. Und obwohl der extra dafür eingerichtete Park-&-Ride-Platz nicht wie erwartet genutzt wurde, blieb der Verkehrsfluss trotz der Baustelle noch im grünen Bereich.

Ein paar Probleme während des Baus gab es dann allerdings doch. Beispielsweise stieß man bei den Tiefbauarbeiten noch auf Baugrubenwände aus Beton, die für den Bau der U-Bahn-Linie errichtet wurden. Hier wurden aber schnell Lösungen gefunden.

Sanierung kostet 6,5 Millionen Euro

Auch Geschäftsleute und Anwohner sind laut Stadt mit dem Ablauf der Arbeiten zufrieden: „Natürlich gibt es immer Einbußen. Aber besondere Meldungen, dass ein Laden wirklich in Gefahr war, gab es nicht. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass wir besonders viel informiert haben“, so Susanne Düwel vom Tiefbauamt. Immer wieder haben sich Stadt und Baufirma bemüht, die Anlieger über die nächsten Bauabschnitte aufzuklären.

Noch bis Juli dauern nun die Arbeiten im letzten Abschnitt, dann soll die Straße komplett freigegeben werden. 45 bis 60 Jahre lang soll das Ergebnis halten. Die Kosten für den kompletten Bauabschnitt liegen bei 6,5 Millionen Euro.