Herne

Kobra in Herne: Giftige Schlange gefangen – Stadt beantwortet Frage, die ALLE am meisten bewegt

Herne: Hier wird die giftige Schlange in der Box aus dem Haus getragen.
Herne: Hier wird die giftige Schlange in der Box aus dem Haus getragen.
Foto: Justin Broch // imago images / imagebroker

Herne. Die Suche ist vorbei - die Kobra von Herne wurde am Freitagnachmittag gefunden und kurze Zeit später auch gefangen!

Von der ausgebüxten Giftschlange in Herne fehlte zunächst tagelang jede Spur. Die Stadt hatte noch am frühen Freitagnachmittag eine Pressekonferenz dazu gegeben. Dann um 17 Uhr die erlösende Nachricht: Die Kobra ist gefunden!

Eine Sache macht allerdings immer noch sprachlos und eine andere bleibt weiter ungeklärt.

Kobra in Herne verschwunden: Alle Infos zur Kobra im News-Blog:

Montag, 2. September:

16.54 Uhr: Die Stadt Herne hat nun eine Pressemitteilung herausgegeben, in der sie versucht, alle noch offenen Fragen zu beantworten. Die Schlange befindet sich mittlerweile im Besitz eines Schlangenexperten außerhalb von Herne. Er wird nun entscheiden, was mit dem Tier passiert. Die Bewohner der Häuser sind nach aktuellen Informationen der Stadt alle wieder in ihre Wohnungen zurückgekehrt.

Die durch den tagelangen Einsatz, die Reinigung des Hauses und die Unterbringung der Bewohner in einem Hotel entstehenden Kosten werden am Ende auf den mutmaßlichen Besitzer der Schlange zurückfallen. Für die Stadt ist es eindeutig, dass der Halter der 22 anderen Schlangen auch verantwortlich für die ausgebüxte Kobra war. In welcher Höhe die Kosten am Ende liegen werden, kann die Stadt erst in einigen Tagen bekannt geben.

Er selbst konnte noch nicht in seine Wohnung zurückkehren, da diese noch versiegelt ist. Die Stadt Herne will weiter nach Indizien suchen, um ihm den Besitz der entwischten Schlange nachweisen zu können.

Aus der Wohnung wurden neben den 22 Schlangen noch neun Mäuse mit fünf Würfen geholt. Außerdem noch 16 Ratten, eine Gelbwangenschmuckschildkröte und zwei Leopardgeckos, die der Partnerin des Mieters gehören. Auch diese Tiere befinden sich in der Obhut eines Reptilienexperten, der sich um ihren weiteren Verbleib kümmern wird.

Insgesamt ist die Stadt mit dem Vorgehen zufrieden. Die Reaktionen der Bürger waren laut eigener Aussage ebenfalls größtenteils positiv.

14.04 Uhr: Noch immer gibt es keinen Beweis dafür, von wem die ausgebüxte Kobra stammte. Der Halter mehrerer Giftschlangen im Haus streitet weiter ab, dass es sich um sein Reptil handelt. Doch die Stadt gibt nicht auf. „Wir suchen nach einem Weg, ihm das nachzuweisen“, sagte Christoph Hüsken gegenüber DER WESTEN. Schließlich wolle die Stadt nicht auf den immensen Kosten für den Einsatz in der Bruchstraße sitzenbleiben.

Gute Nachrichten hat der Herner Stadtsprecher für alle Anwohner, die tagelang aus ihren Häusern mussten. Die müssen in Zukunft kein ähnliches Szenario fürchten. Nicht nur ist die Kobra mittlerweile woanders untergebracht. Dem mutmaßlichen Halter wurde außerdem untersagt, sich erneut Giftschlangen anzuschaffen: „Ihm ist die Zuverlässigkeit abgesprochen worden, solche Tiere zu halten“, so Hüsken. Sollte es Hinweise darauf geben, dass sich in seiner Wohnung Schlangen befinden, würde das Veterinäramt sofort handeln, verspricht der Sprecher der Stadt Herne.

Sonntag, 1. September:

17.48 Uhr: Die tagelange Suche und anschließende Einfang-Aktion der giftigen Kobra in Herne hat sowohl die Stadt selbst als auch die Anwohner in große Aufruhr gebracht. Die Frage, die sich jetzt - auch zwei Tage, nachdem das Tier sicher gestellt werden konnte - stellt, ist: Wer ist nun der Verursacher des Großeinsatzes? Wie die „Waz“ berichtet, will die Stadt nun den Verursacher ermitteln.

Der Mieter, der insgesamt 22 Schlangen hielt, streitet bislang ab, der Besitzer der entkommenden Giftschlange zu sein. Nun wird nach Spuren in der Wohnung gesucht. Stadtsprecher Christoph Hüsken am Sonntag. „Diese Ermittlungen werden sicher einige Zeit dauern.“

Samstag, 31. August:

9.30 Uhr: Nach dem fast einwöchigen Einsatz von Feuerwehr, Schlagenexperten und Co. stellt sich die Frage: Wer bezahlt eigentlich das Ganze? Wo ist der Schlagen-Halter? Den aktuellen Stand zu diesen und mehr fragen findest du >> hier.

7.04 Uhr: Die erste Nacht seit Tagen ohne Angst vor der giftigen Kobra ist vorbei. Die Erleichterung der Bewohner dürfte groß sein, wieder in ihren eigenen Betten zu schlafen. Gestern Abend hatte sich ein Bewohner sehr erfreut gezeigt: „Endlich ist sie weg und wir können wieder rein“, sagte Collin Bleck. Er war es auch, der am Sonntag das erste und einzige Bild der Schlange im Flur gemacht hatte.

Freitag, 30. August

22.21 Uhr: Radio Herne hat auf Facebook ein Foto der Beteiligten vom Stadtbetrieb Castrop Rauxel veröffentlicht, die für das Rasenmähen zuständig waren. Man sieht die sichtliche Erleichterung über das Einfangen der Schlange in den Gesichtern der Männer.

20.25 Uhr: „Wir sind sehr erleichtert, dass die Situation jetzt zu Ende ist“, sagt Andreas Wilczek vom Stadtbetrieb. „Die Schlange ist in der Box. Die Risikolage ist entschärft.“ Ursprünglich hatte die Stadt auch eine aufwendige Begasung des gesamten Gebäudekomplexes erwogen und sogar schon eine Spezialfirma zurate gezogen. Diese Idee war erst am Freitag zurückgestellt worden.

20.02 Uhr: Nachbarn klatschen Beifall, als die Giftschlange von Herne am Freitagabend in einem Feuerwehrauto davongefahren wird. Zuvor hatte der Bochumer Schlangenexperte Roland Byner das Tier lebend eingefangen und sie in einer Plastikkiste mit roten Totenkopf-Aufklebern an der Seite aus dem Haus getragen. Erleichterung bei allen: Einsatzkräften, Bewohnern, Nachbarn und Journalisten.

„Endlich ist sie weg und wir können wieder rein“, sagt Collin Bleck. Der junge Mann hatte am vergangenen Sonntag das bislang einzige Foto der Schlange im Hausflur gemacht, nachdem seine Freundin Lisa-Marie Schapeit das hochgefährliche Tier zuvor im Treppenhaus gesehen hatte.

19.55 Uhr: So wurde das Tier plötzlich entdeckt: Ein Nachbar schlägt dem Herner Oberbürgermeister Frank Dudda bei einem Ortstermin vor, aus Sicherheitsgründen den hohen Grasbewuchs hinter dem Gebäude abzumähen. Weil direkt hinter dem Haus die Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel liegt, kommen kurz darauf erst der Bürgermeister von Castrop-Rauxel und dann der Stadtbetrieb Castrop-Rauxel mit einem großen Mähroboter. Der macht so viel Lärm, dass die Schlange aufgeschreckt wird. Sie hatte sich in einer Kelleröffnung an der Außenwand versteckt.

Wenige Meter entfernt steht Andreas Wilczek vom Stadtbetrieb. Er sieht etwas in der Öffnung. „Sie hat sich bewegt und versucht, sich zu verstecken“, erzählt der 52-jährige Müllwagenfahrer. Er habe ein „gelb-goldfarbiges Tier“ gesehen. „Ich habe schon oft Schlangen gesehen, aber das war ein Schock für mich“, berichtet er.

Er verständigt seinen Gruppenleiter Benjamin Grejner. Der schlägt sofort Alarm. Wenig später ist der Bereich weiträumig abgesperrt und der Schlangenexperte verständigt. Keine anderthalb Stunden nach der erneuten Sichtung kann Byner das Tier lebend fangen. Es hatte sich zuletzt noch unter einer Terrassen-Betonplatte versteckt. Er habe die Schlange schließlich mit einer Schlinge fangen können, sagt Byner.

19:20 Uhr: Die Stadt Herne hat auf Facebook ein Video der Schlangenexperten veröffentlicht. Es zeigt den Einsatz im Keller des Hauses hautnah. Das Tier wird nun zur Hauptfeuerwehrwache in Herne gebracht. Eine Sprecherin der Stadt erklärte, dass sie davon ausgehe, dass die Kobra später einem der Schlangenexperten anvertraut werden.

19.03 Uhr: Der Schlangenexperte hat das Haus in Herne mitsamt der eingefangenen Kobra verlassen. Das Tier befindet sich in einer Box. Wo genau es jetzt hingebracht wird, ist noch nicht bekannt.

18.37 Uhr: Nun gibt es auch Details, wo genau das Tier geschnappt wurde. Die Kobra sei unter einer Stufe am Kellereingang gefangen worden, erklärte die Stadt am Freitag. Mäharbeiten in der Nähe des Hauses hätten das Tier aufgeschreckt, weswegen es wieder in Richtung des Hauses gekrochen war. Dort sollte das Tier mit Brettern an einer weiteren Flucht gehindert werden. Doch das Tier kroch weiter unter die besagte Stufe am Treppeneingang. Ein Mitarbeiter der Stadt hob dann die Steinplatte an, woraufhin die Schlange ins Innere des Kellers kroch. Dort wartete bereits einer der Schlangenexperten um das Tier zu fangen.

18.33 Uhr: Noch soll sich die eingefangene Schlange, die sich in einer Giftbox befindet, im Kellerbereich aufhalten. Wie es vor Ort heißt, seien sowohl die Kobra als auch der Fänger noch in Aufregung. In Kürze wird die Box rausgetragen.

18.25 Uhr: Aktion erfolgreich gelungen: Die Giftschlange wurde eingefangen. In einer Mitteilung der Stadt Herne heißt es: "Die Schlange wurde unter einer Stufe am Kellereingang an einem Haus in der Bruchstraße gefangen. Niemand wurde verletzt."

18.17 Uhr: Die Kobra wurde immer noch nicht eingefangen. Laut Informationen dieser Redaktion muss die Feuerwehr mit größerer Gerätschaft Platz schaffen, um an die Schlange zu gelangen.

Auf dieser Rückseite des Mehrfamilienhauses soll die Schlange (am dritten Fenster von links) gesehen worden sein.

18.04 Uhr: Experten befinden sich derzeit vor Ort, um die giftiger Kobra einzufangen. Laut ntv sei bislang niemand verletzt worden.

17.35 Uhr: Die Schlange von Herne ist gefunden, aber noch nicht gefangen worden. Derzeit machen sich Experten auf den Weg zu dem Grundstück, um die giftige Kobra einzufangen. Wann genau sie vor Ort eintreffen sollen, konnte eine Sprecherin der Stadt noch nicht abschätzen.

17.01 Uhr: Die giftige Schlange von Herne ist endlich gefunden worden! Tatsächlich war die giftige Kobra die ganze Zeit an dem Reihenhaus, in dem die Experten sie auch vermutet hatten: Das Tier wurde jetzt am Eingang zum Keller des Hauses gefunden.

Ein Mitarbeiter der Stadtreinigung hatte die Schlange in Herne entdeckt - er war gerade dabei, einen angrenzenden Rasen zu mähen, als er das Tier plötzlich sah.

Was nun verwundert: Wenige Stunden zuvor hatte die Stadt die Wohnungen in dem betroffenen Haus freigegeben: Die 30 Bewohnern hatten das Angebot der Stadt bekommen, in ihre Wohnungen zurückzukehren. Obwohl immer noch damit gerechnet werden musste, dass die Schlange irgendwo in dem Gebäude sein könnte - jetzt wurde die Schlange unmittelbar an dem Haus gefunden.

Die Stadt Herne begründet das wie folgt: Dass die Schlange sich im Hausflur befinden könnte, habe man ausschließen können. Und der Keller sei ja versiegelt worden.

15.47 Uhr: Die Bewohner des Hauses, in dem die Schlange vermutet wird, dürfen wieder in ihre Wohnungen zurück.

+++ Kobra in Herne: Gute Nachricht für Anwohner +++

Bislang aber habe sich noch niemand gemeldet - nachvollziehbar: Ein unheimliches Gefühl bleibt. Die Feuerwehr kann nur bei 14 der 18 Wohnungen ausschließen, dass sich dort die Schlange befindet. Bei den anderen vier Wohnungen sei es theoretisch möglich, dass die Kobra sich irgendwo in den Heizungsrohren aufhält.

In den Keller und den Dachboden des Hauses dürfen die Bewohner ebenfalls nicht - denn auch dort könnte das Tier immer noch sein

13.12 Uhr: Die Reptilien-Experten der Düsseldorfer Feuerwehr stellen die Suche nach der giftigen Kobra in Herne ein. Die Experten aus der Landeshauptstadt waren am Dienstag hinzugezogen worden, um die Suche zu unterstützen.

Die Spezialisten haben nun die durchsuchten Räume abgedichtet.

„Gesucht wird trotzdem weiter“, sagt eine Sprecherin der Stadt. Dass die Experten der Feuerwehr nicht mehr mitsuchen, heiße nicht, dass die Suche eingestellt wird. Am Nachmittag informiert die Stadt in der einer Pressekonferenz über den weiteren Vorgang.

09.52 Uhr: Der Gaffer-Tourismus sorgt bei den Anwohnern weiter für Unmut. Besonders eine Familie sorgte bei einem Betroffenen für Kopfschütteln. Mehr über seine unglaubliche Entdeckung im Hinterhof liest du hier >>>

Donnerstag, 29. August

14.47 Uhr: Die Stimmung vor Ort ist geladen. Die Sensationstouristen gehen den Anwohnern mittlerweile auf die Nerven.

Die Stadt hat am Mittwoch eine Durchfahrtssperre errichtet. Das würde die Gaffer aber nicht abhalten, klagen die Anwohner. Manche der Betroffenen warten auf Campingstühlen vor den Reihenhäusern. So auch Anette Paternostro. Die Hernerin kommt derzeit bei ihrem Sohn unter. Ihre älteste Enkelin musste deshalb aus ihrem Zimmer ausziehen, schläft jetzt bei ihren beiden kleinen Schwestern.

„Die sagen natürlich alle, das sei nicht schlimm. Aber ich möchte denen ja nicht ewig zur Last fallen“, sagt Paternostro. Wie lange das ganze noch andauert, weiß niemand.

„Wir erfahren hier nichts von der Stadt. Immer nur über die Presse. Dabei sind wir doch die Betroffenen“, klagt die Rentnerin.

10.56 Uhr: Auch am Donnerstag fehlt von der giftigen Schlange jede Spur. Die Einsatzkräfte versuchen weiter vor Ort, das Tier in den vier gesperrten Reihenhäusern aufzustüren.

„Die Begasung ist unsere Ultima Ration“, sagte ein Stadtsprecher am Donnerstag gegenüber DER WESTEN. Man gehe nicht davon aus, dass es noch in dieser Woche dazu kommen wird.

Wenn es in der kommenden Woche dazu kommt, dass giftiges Gas in den Häuserblock geleitet wird, dürfen die Anwohner weitere 14 Tage lang nicht in ihre Wohnung. Erst danach sei das Betreten der Wohnungen wieder unbedenklich.

Gefahr gehe dann von dem tödlichen Gas nicht mehr aus. „Sonst würden wir es nicht machen“, sagte der Sprecher.

Mittwoch, 28. August:

18.30 Uhr: Die Stadt Herne geht davon aus, dass die tagelange Suche nach der Giftschlange in einem Mietshaus hohe Kosten verursachen wird. „Am Ende des Tages wird es eine erhebliche Rechnung geben“, sagte Oberbürgermeister Frank Dudda (SPD) am Mittwoch.

Über die Höhe der bisherigen Kosten habe man aber noch keine Übersicht.

17 Uhr: Feuerwehr und Experten-Firma haben in dem Haus Köderfallen und Wärmefallen aufgestellt. Letztere sollen dafür sorgen, dass die Schlange es sich auf einer warmen Fläche gemütlich machen soll und so geschnappt wird.

Nach und nach werden die Wohnungen durchkämmt. Nachdem eine Wohnung durchsucht wurde, wird sie mit Kanthölzern versiegelt, damit sich die Schlange nicht wieder hineinbegeben kann.

15 Uhr: Inzwischen erwägt die Stadt auch einen drastischen Schritt, falls die Monokelkobra nicht gefangen werden kann. Als letzte Maßnahme soll das Haus komplett mit Kunststoff abgedichtet und über 24 Stunden lang mit Gas befüllt werden, um die Schlange zu töten. Das erklärte Ordnungsdezernent Johannes Chudziak am Mittwoch.

Welches biologische Gas für diese Maßnahme genutzt werden soll, ist noch unklar. Dafür werden noch Gutachten ausgewertet.

14 Uhr: Die verschwundene Kobra sorgt unterdessen auch in der Politik für eine neue Debatte über die Haltung gefährlicher Haustiere. Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) sagte: „Ich persönlich bin gegen die Haltung sehr gefährlicher Tierarten in Wohnungen oder Häusern.“

Ihr Ministerium prüfe gerade „die bestehenden rechtlichen Vorgaben und potenziell weitergehende Regelungen, eventuell auch eine Bundesratsinitiative.“

12 Uhr: Für den Ernstfall, dass eine Person von der Schlange gebissen wird, hat die Stadt Herne auch ein Antiserum organisiert. Das sei aber gar nicht so einfach zu beschaffen gewesen.

Nach Österreich und sogar Weißrussland habe man telefoniert, um ein Gegengift aufzutreiben. Im Notfall kann nun aber ein Biss in kurzer Zeit versorgt werden, das Antiserum liegt inzwischen in Düsseldorf bereit.

Am Sonntag mussten vier Reihenhäuser in Herne geräumt werden, nachdem die mindestens 1,40 Meter lange Giftschlange dort gesehen wurde. Insgesamt 30 Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen.

Dienstag, 27. August

16.30 Uhr: Die Stadt warnt weiter davor, sich nicht in hohem Gras oder in dichtem Bewuchs aufzuhalten.

Wenn dir die Schlange begegnet, halte Abstand und fasse sie nicht an. „Lärm und Erschütterung können abschreckend für die Schlange wirken“, sagte der Stadtsprecher. Am besten wählst du dann den Notruf unter 110 oder 112. Auch sollten Bürger im Umkreis Fenster und Türen geschlossen halten.

12 Uhr: In den vergangenen Tagen wurde Mehl im Haus verteilt, das Hinweise darüber geben soll, wo sich die Schlange aufhalten könne.

Auch wurde Klebeband ausgelegt, in der Hoffnung, dass die Schlange daran kleben bleibt.

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Montag, 26. August

18 Uhr: Gegenüber der Bild sagte der mutmaßliche Halter: „Andere halten Hunde, ich brauche was Gefährliches.“ Seine Schlange sei es aber nicht, die durch Herne kriecht, so der Schlangen-Fan. Seine Theorie: Die Behörden wollen ihm die Kosten für den Einsatz unterjubeln.

12 Uhr: Es wird davon ausgegangen, dass die giftige Schlange einem Mieter im Haus gehört, der dort mehrere Schlangen gehalten hat. Nachdem die Kobra entdeckt wurde, wurden 22 Schlangen bei dem Mann entdeckt. Darunter waren auch drei Monokelkobras (Naja kaouthia), jener Art, die vermisst wird.

Im Juni hatte der Mann 13 Schlangen angemeldet. Bei einer Begehung der Stadt im gleichen Monat entdeckten die Behörden aber eine weitaus höhere Zahl an Tieren in der Wohnung. Darunter waren fünf Monokelkobras.

Dem Mieter, der Schlangen gehalten hat, wird bis auf Weiteres die Haltung der Schlangen untersagt. 22 Schlangen wurden abtransportiert und vorerst sicher verwahrt. 20 davon waren giftig.

Der Schlangen-Fan aus Herne bestreitet jedoch, dass die Schlange, die im Haus gesichtet worden war, aus seinem Besitz stammt. Er würde die Schlangen verkaufen, könne aber nicht sagen, wo die zwei Monokelkobras gelandet sind, erklärten die Behörden am Mittwoch.

Sollte sich herausstellen, dass die Schlange dem Mieter entwischt ist, ist nicht ausgeschlossen, dass ihm noch ein finanzielles Nachspiel droht. In einem ähnlichen Fall in Mülheim musste ein Mieter die Einsatzkosten übernehmen. „Wir werden solche Schritte sicherlich im Nachgang prüfen, aber Priorität hat erstmal die Sicherheit der Menschen“, so Stadtsprecher Hüsken.

10.30 Uhr: Bei der Schlange handelt es sich nach Angaben des Schlangenexperten Roland Byner (55) um eine Monokelkobra (Naja kaouthia) mit einem Durchmesser von geschätzten sechs Zentimetern.

Die Schlangenart ist in Südostasien verbreitet und hochgiftig. Bei einem Biss bestehe Lebensgefahr, sagte der behördliche Fachberater aus Bochum.

Sonntag, 26 August:

21.45 Uhr: Eine giftige Schlange ist in der Bruchstraße auf Höhe der Straße Im Ostenfeld in einem Hausflur gesichtet. Danach ging alles ganz schnell. Das Haus wurde evakuiert, die Feuerwehr schlug wegen der ausgebüxten Schlange Alarm.

30 betroffene Anwohner kamen bei Freunden, Verwandten unter, manche von ihnen auch in einer städtischen Notunterkunft.

Solange keine Klarheit herrscht, hält die Stadt die Sicherheitsmaßnahmen aufrecht. Dass heißt auch, dass die Bewohner vorerst nicht zurück in ihrer Wohnung können.

NRW: Kaum Regelungen zur Haltung von Giftschlangen

In NRW gibt es kaum gesetzliche Regelungen zur Haltung von Giftschlangen. Allein die Volljährigkeit reicht aus, um sich Schlangen halten zu dürfen.

Die einzige weitere Einschränkung: Besonders geschützte Arten müssen bei den Behörden gemeldet werden. Sie kontrollieren die Haltung. Ungeschützte Arten müssen nicht angemeldet werden – auch wenn sie giftig sind.

(js/ak/ms/dav/jhe/db/dpa)

 
 

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