Hannelore Kraft eröffnet Hochschule für Gesundheit

HSG-Präsidentin Prof. Anne Friedrichs (li.) begrüßte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zur Eröffnung der Hochschule für Gesundheit in Querenburg.
HSG-Präsidentin Prof. Anne Friedrichs (li.) begrüßte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zur Eröffnung der Hochschule für Gesundheit in Querenburg.
Foto: WAZ
Die Hochschule für Gesundheit in Bochum ist nun auch offiziell eröffnet. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft war am Montag zum Start in Querenburg.

Bochum.. Das war knapp. Im August meldete der Baukonzern Imtech Insolvenz an. „Drei, vier Monate früher, und der Umzug hätte erneut infrage gestanden. Immerhin war Imtech für die komplette Gebäudetechnik zuständig. Wir hatten Glück. Alle Mietverträge waren gekündigt. Wir hätten quasi auf der Straße gestanden“, sagt Kanzler Werner Brüning. So blieb es – auch wegen Imtech, wie es heißt – bei dem einjährigen Verzug, mit dem die Hochschule für Gesundheit (HSG) am Montag offiziell eröffnet wurde.

60 Professorenstellen bis 2017

Allen Problemen während der über dreijährigen Bauzeit zum Trotz: Die beiden 75-Millionen-Euro-Bauten seien „sensationell geworden“, schwärmte HSG-Präsidentin Prof. Dr. Anne Friedrichs am Mittag kurz vor dem Eintreffen von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. 25.000 Quadratmeter Nutzfläche auf sechs Etagen, 750 Räume, ein Audimax mit 400 Plätzen, eine Mensa für täglich 800 Mittagessen, eine Bibliothek mit 40.000 Medien, Laborräume mit modernster technischer Ausstattung für die angehenden Ergo- und Physiotherapeuten, Hebammen, Logopäden und Pflegefachkräfte: „Derart hervorragende Studienbedingungen gibt es wohl an kaum einem anderen Hochschulstandort“, sagt Anne Friedrichs.

Auch personell gibt’s nichts zu klagen. Ist die HSG in zwei Jahren mit 1300 Studierenden komplett (aktuell sind es 950), werden laut Kanzler Werner Brüning 60 Professorenstellen besetzt sein (derzeit 30). „Von einem solchen Verhältnis können andere Hochschulen und Universitäten nur träumen“, so Brüning. Hinzu kommen 33 wissenschaftliche Mitarbeiter und 53 Vollzeitstellen in der Verwaltung.

Am Bedarf für die Gesundheits-Experten lässt die HSG-Spitze keinen Zweifel (wir berichteten). Die Absolventen der bundesweit ersten staatlichen Hochschule für Gesundheitsberufe seien auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Daher sei geplant, weitere Bachelor- und Master-Studiengänge einzurichten.

Derweil stehen auch in der Nachbarschaft weitere Neubauten an. Wie berichtet, wird sich die Visus GmbH 2016 für sechs Millionen Euro auf dem Gesundheitscampus Süd (früher Biomedizinpark) niederlassen. Bislang firmiert der Technologie-Dienstleister an der Universitätsstraße. Zudem gab HSG-Präsidentin Friedrichs am Montag bekannt, dass gleichfalls auf dem Campus-Areal ein „Innovationszentrum Gesundheitswirtschaft“ entstehen wird. Investoren seien u.a. die Kampmann Hörsysteme GmbH und die Contec-Gesellschaft für Organisationsentwicklung. Der Neubau werde auch der künftige Sitz des Gesundheits-Netzwerks MedEcon Ruhr.

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