Guntram Schneider spricht vor Opel-Belegschaft

Arbeitsminister Guntram Schneider, hier bei einem Vortrag  in der Salvatorkirche in Duisburg.
Arbeitsminister Guntram Schneider, hier bei einem Vortrag in der Salvatorkirche in Duisburg.
Foto: WAZ FotoPool
Auf der Belegschaftsversammlung von Opel Bochum am kommenden Samstag im RuhrCongress ist Arbeitsminister Guntram Schneider als Redner angekündigt. Dabei geht es auch um das Thema drohende Werksschließung.

Bochum. Heftige Diskussionen werden auf der Belegschaftsversammlung von Opel Bochum am kommenden Samstag, 31. März, erwartet. Ab acht Uhr morgens geht es zur Sache. Als Redner wird NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider angekündigt.

Betriebsratschef Rainer Einenkel über die Themen der Tagesordnung: „Keine Werksschließungen, keine Kündigungen, Einhaltung aller Verträge, Zukunft aller Opel-Werke.“ Und: „Wir verlangen zufriedenstellende Antworten.“ Die werden vor allem von Personalvorstand Holger Kimmes erwartet.

Gemeinsame Erklärung an Opel-Beschäftigten

„Opel bleibt in Bochum“ haben Einenkel und Oliver Burkhard, Bezirksleiter der IG Metall NRW, in einer gemeinsamen Erklärung an die Opel-Beschäftigten geschrieben. Darin heißt es u.a., dass die Bestätigung von Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke, bis Ende 2014 werde es keine betriebsbedingten Kündigungen und keine Werksschließungen geben, nicht ausreiche. Das sei zwar wichtig, doch die Mitarbeiter fragten zu Recht: „Und was kommt nach 2014?“ Die Gefahr von Werksschließungen sei noch nicht vom Tisch, im Gegenteil.

Einenkel und Burkhard weiter: „Kein Werk kann sich sicher fühlen. Bochumer Produktion wurde anderen Werken zugesagt. Soll hier mit Absicht provoziert werden?“ Und: „Diese erneuten Schließungsdrohungen schädigen nachhaltig die Marke Opel und verunsichern die Käufer. Steckt da vielleicht Absicht dahinter?“

Schließung von Opel Bochum niemals akzeptieren

Weiterhin offen ist, ob zum Thema drohende Werksschließung auf der am heutigen Mittwoch stattfindenden Aufsichtsratssitzung Aufklärung erfolgt. Bislang hieß es, das Thema stehe nicht auf der Tagesordnung.

Für Einenkel und Burkhard steht allerdings fest: „Eine Schließung von Opel Bochum werden wir niemals akzeptieren oder sozialverträglich gestalten.“ Denn davon wären über 45.000 Arbeitsplätze betroffen - bei Opel, Partnerbetrieben, Dienstleistern, Zulieferern.