Grenzenlose Kunst im Rathaus

Lennestadt.  Die Freundschaft zwischen Otwock und Lennestadt besteht seit mehr als 20 Jahren. Auf allen gesellschaftlichen Ebenen herrscht ein reger Austausch. Da wollen auch die Kunst Schaffenden hüben wie drüben nicht zurück stehen. Regelmäßig besuchen Künstlerinnen und Künstler die „Kollegen“ in deren Heimat. In einem einwöchigen Werkstatt-Atelier entstehen unter einem jeweils wechselnden Thema Kunstwerke in Acryl und Öl, werden Skulpturen aus Ton und komplexe Installationen geschaffen.

Sechsmal haben sich die Künstler in den letzten Jahren getroffen, dreimal in Polen, dreimal in Lennestadt. Anfang Juni war der Hof Heinemann in Kickenbach das Stammquartier für den geplanten künstlerischen Intensiv-Einsatz zum Thema „Netzwerke“. Mit von der Partie waren u.a. Kamila Bialkowska-Ismael, Hanna Lewandowicz-Gals, Magda Dabala, Marciej Pietrzyk, Tymon Iwanski sowie Monika Grajda, zudem die Künstlerbund-Mitglieder Marlies Backhaus, Anda Dinu-Erwes, Gabi Püttmann, Irmgard Schick, Gaby Herrmann und Andreas Müller (Ander).

Die Ergebnisse ihres einwöchigen Schaffens sind in den kommenden drei Monaten im Bürgerbüro im Lennestädter Rathaus zu sehen. Bei der Ausstellungseröffnung am Donnerstag Abend würdigte Bürgermeister Hundt die engen Kontakte zwischen den Malern, Zeichnern, Fotografen und Bildhauern diesseits und jenseits der Grenze. Beeindruckt zeigte er sich von den Ergebnisse des offenen Atelier, in dem Interessierte den Künstlern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und mit ihnen über die impressionistischen wie expressionistische oder gar gegenständliche Umsetzung der Thematik diskutieren konnten.

Marlies Backhaus, Vorsitzende des Künstlerbundes Südsauerland, schilderte, dass trotz aller Geselligkeit in der Atelierwoche „heftig gemalt“ und gearbeitet wurde, um auch nach nur einer Woche Ergebnisse präsentieren zu können.

Dabei seien bestehende Freundschaften weiter vertieft und neue geknüpft worden. Man freue sich schon jetzt auf den Gegenbesuch im kommenden Jahr. bw