Gleisfirma Eiffage Rail verlässt Bochum 2015 und zieht nach Herne

Andreas Rorowski
Eiffage Rail zieht im April 2015 nach Herne.
Eiffage Rail zieht im April 2015 nach Herne.
Foto: Thomas Schild
Die Gleis- und Technik-Firma Eiffage Rail zieht von Bochum-Riemke in die Nachbarschaft Herne. Dabei geht es laut Geschäftsführung vor allem um Synergieeffekte. Die 150 Bochumer, die bei der Firma arbeiten, werden ihre Arbeitsplätze zwar behalten, aber der Stadt entwischt ein großer Steuerzahler.

Bochum. Um einen Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler von bedeutender Größe ärmer wird Bochum im kommenden Jahr sein. Zum 1. April 2015 verlegt die Eiffage Rail, die einst Teil des Baukonzerns Heitkamp war, ihren Sitz von der Herner Straße 299 unweit des Friedhofs Riemke nach Herne. Die Tochter eines französischen Konzerns hat einen Jahresumsatz von gut 49 Millionen Euro und beschäftigt 250 Mitarbeiter in ganz Deutschland. 150 davon sind der Zentrale in Bochum zugeordnet.

60 von ihnen arbeiten bereits in einer Maschinenhalle in Herne-Wanne. Die Verwaltung sowie weitere, zumeist auf Montage tätige Mitarbeiter werden 2015 dorthin folgen. Sie beziehen ein Gebäude, das derzeit noch vom Jobcenter Herne genutzt wird. Das Jobcenter wiederum zieht um in einen von der Bochumer Grundstücks- und Verwaltungs GmbH errichteten und später vermieteten Immobilie auf dem Hibernia-Gelände.

Synergieeffekte

„Bei der Zusammenführung geht es vor allem um Synergieeffekte“, erklärt Eiffage-Rail-Geschäftsführer Jörg Rose den Umzug in die wenige Kilometer entfernte Nachbarschaft. Der umgekehrte Weg, den Herner Betriebsteil nach Bochum zu verlegen, sei nicht in Frage gekommen. „Wir sind auf den Gleisanschluss in Herne angewiesen“, so Rose. Sein Unternehmen, die frühere Heitkamp Rail, ist international tätig und konzentriert sich im Eisenbahnbereich auf den Bau und die Instandhaltung von Schienenverkehrsanlagen.

„Wir konnten dem Unternehmen keine Fläche mit einem Gleisanschluss bieten“, erklärt Bochums Wirtschaftsförderer Heinz-Martin Dirks mit Blick auf Gespräche im vergangenen Jahr. Die wenigen Flächen mit einem solchen Anschluss, nach denen kaum noch gefragt wird und die zudem teuer im Unterhalt seien, seien derzeit belegt oder – wie im Fall Opel-Werk 2 – noch nicht verfügbar.