Gewaltopfer erlitt Herzinfarkt - 15-jähriger Bochumer muss in Haft

Bernd Kiesewetter
Foto: Uwe Schaffmeister
Ein 15-jähriger Gewalttäter und Serieneinbrecher aus Bochum ist vom Jugendgericht zu 18 Monaten Jugendstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Ein Mann, den der Jugendliche mit einem Staubsauger schwer verprügelt hatte, erlitt durch die Attacke einen Herzinfarkt.

Bochum. Ein 15-jähriger Bochumer, der einen Mann so schwer verprügelt hatte, dass er einen Herzinfarkt erlitt, ist jetzt vom Jugendgericht zu anderthalb Jahren Jugendstrafe ohne Bewährung verurteilt worden.

Der 15-Jährige hatte im vergangenen Juli in Bochum seine etwas jüngere Schwester nach einem Streit an den Haaren über die Straße gezerrt. In ihrer Verzweiflung flüchtete sie in eine Wohnung und bat den ihr völlig fremden Bewohner um Hilfe. Zwischen dem Mittvierziger und dem 15-jährigen Täter kam es zu einem Kampf, der sich auf die Straße verlagerte.

Bisher nicht vorbestraft

Als der Mann in seine Wohnung zurückkehrte, weil er die Rangelei für beendet hielt, erschien der 15-Jährige aber erneut an der Wohnung, diesmal mit einem großen Staubsager in der Hand. Damit drosch er auf den Mann ein. Dieser erlitt einen Herzinfarkt und musste auf die Intensivstation. Nach einer Reha ist er mittlerweile wieder arbeitsfähig.

Außerdem hat der 15-Jährige sechs Wohnungseinbrüche und versuchte Wohnungseinbrüche in Bochum, Gelsenkirchen und Köln begangen. Im vorigen Dezember wurde er geschnappt. Sechs Wochen saß er in U-Haft. Nach dem Urteil kam er bis zum Strafantritt frei. Er war bisher nicht vorbestraft und großteils geständig.