Verein präsentiert Weltmusik im Bermuda-Dreieck

Sabine Vogt
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Weltmusik crossover – die präsentiert der Verein Prokulturgut.net am 10. August erstmals in der Innenstadt. Bislang fanden diese Festivals stets im „Bola – Haus der Kulturen“ in Dahlhausen statt. Eine kleine Programm-Übersicht.

Bochum. Weltmusik crossover – die präsentiert der Verein Prokulturgut.net erstmals in der Innenstadt. Bislang fanden diese Festivals stets im „Bola – Haus der Kulturen“ in Dahlhausen statt. Jazz, Impro, Dance, Trance und Rock werden einen Tag lang die Impuls-Bühne am Konrad-Adenauer-Platz in ein musikalisches Potpourri tauchen.

Am 10. August geht’s um 15 Uhr los, im Zusammenspiel mit der ISG Bermuda-Dreieck. Sprecher Dirk Steinbrecher: „Wir wollten schon länger etwas gemeinsam auf die Beine stellen, zumal wir auf unserer Bühne längst nicht nur Rock bieten; auch die Symphoniker etwa sind regelmäßig zu Gast. Auch Weltmusik passt gut ins Viertel.“

Workshops im Bola

Zwölf Künstler sind angekündigt: Vic Anselmo aus Lettland kommt aus der Country-Ecke, bevor sie sich Rock, Grunge und Gothic zuwandte. Dirko Juchem aus Koblenz hat die ungewöhnliche Jazz-Beatbox-Querflöte entwickelt: eine Flötentechnik, bei der zum gespielten Flötenton gleichzeitig mit dem Mund Beatbox-Rhythmen produziert werden.

Dinesh Mishra ist ein indischer Komponist und Flötenspieler. Er präsentiert eine Mischung aus klassischer indischer Musik, europäischem Jazz und anderen ethnischen Einflüssen. Mishra unterrichtet im Bola-Haus Musik. Der Trompeter Jim Galakti (Vadim Laktionow) aus Russland gibt ebenfalls Workshops im Bola.

Tanz auf und vielleicht auch vor der Bühne

Edmund Held (Trompete, Didgeridoo), ebenfalls gebürtiger Russe, bewegt sich zwischen Weltmusik und intuitiver Improvisation. Jens Pollheide kommt vom Krautrock („Embryo“). Der Bassist und Flötist vermischt Weltmusik mit Improvisationsformen. Afshin Ghavami will mit der Flamenco-Gitarre betören, Kioomars Musayyebi aus dem Iran wiederum beherrscht das klassische persische Instrument Santur. Stevko Busch aus Holland verschreibt sich am Piano dem Jazz und der Klassik.

Reinhard Kreckel alias Rechungpa, Gründer und Leiter des Vereins Prokulturgut.net, bietet intuitive Improvisation mit Gongs, Klangschalen, diverser Percussion und Stimme. Der Percussion-Künstler Ulrich Putsch alias Ullip kommt vom Punk, lässt sich durch vielfältige Einflüsse wie Worldmusic und Jazz, Klassik und Experimentelles inspirieren.

Abends wird es dann heiß: Ab 19.30 Uhr gibt’s Tanz auf und vielleicht auch vor der Bühne mit „Tango La Boca“. Wenn ab 22 Uhr draußen die Nachtruhe gilt, geht’s im Mandragora drinnen musikalisch weiter. „Weltmusik hat keinen so großen Stellenwert bei uns wie Rock oder Pop“, räumt Reinhard Kreckel ein. „Doch wenn’s gut läuft, wollen wir so etwa häufiger im Bermuda-Dreieck anbieten.“