Stimmgewaltiges „Heimspiel“

Christian Schnaubelt
Foto: WAZ Bochum

Gerthe. Der Ruhrkohlechor setzte nicht nur musikalisch gelungenen Akzent zum Ende der „be-Flügel-ten“ Tage in der Christuskirche.

Mit einem Konzert des Ruhrkohlechors der RAG Ende März endeten die ‘be-Flügel-ten’ Tage in der Christuskirche Gerthe, die ihr 100-jähriges Jubiläum mit zahlreichen (Kultur-) Veranstaltungen feiert.

In der frisch renovierten Christuskirche füllten die 65 Sänger des Männerchors der RAG den Altarraum stimmgewaltig aus. Unter Leitung von Harald Jüngst trug der Ruhrkohlechor die „missa brevis“ mit geistlichen und weltlichen Liedern gekonnt vor. Rund 400 Zuhörer lauschten dabei dem Benefizkonzert anlässlich des Kirchenjubiläums. Begleitet wurde der RAG-Chor durch den Kantor Tobias Terhardt auf der Orgel und am Flügel. Solobeiträge des Bariton James Tolksdorf aus Dortmund setzten zudem musikalische Akzente. Optisch setzten die Knappen (auch des ortsansässigen BKV Glück auf Gerthe) mit ihren „Kitteln“ Zeichen der Tradition.

Zuvor hatten Pfarrer Johannes Romann und Vertreter der RAG die besondere Verknüpfung zwischen dem Bergbau an der ehemaligen Zeche Lothringen und der evangelischen Kirchengemeinde Gerthe betont. Der Bergbau sei „tief verwurzelt in Gerthe“ und daher habe der Vorstand der RAG auch spontan für das Konzert zugesagt, welches der Ruhrkohlechor aus Herne als „Heimspiel“ bezeichnete, da zwölf Sänger aus Bochum kommen.

Heimspiel für den Chor

Die Kirchengemeinde Gerthe betonte ihrerseits, dass sie sich bewusst sei, dass ohne den Bergbau der Sakralbau der Christuskirche und das Gemeindeleben nicht hätten entstehen können.

Pfarrer Johannes Romann wies zudem in seiner Ansprache darauf hin, dass die Verbundenheit der evangelischen Kirchengemeinde mit dem Bergbau an Pfingsten erneut sichtbar werden wird, diesmal im Rahmen der Aktion „Schachtzeichen“ der Kulturhauptstadt RUHR.2010: Dann planen Romann und Co. in Kooperation mit dem Bergmanns-Kameradschaftsvereins Glück auf Gerthe 1891 ein Gottesdienst und eine Bergparade durch durch den Stadtteil.