Chancen durch ehemalige St. Marienkirche in Bochum-Harpen

Christian Schnaubelt
Steven Sloane war Gast beim Vinzentiustag der ev. und kath. Gemeinden Harpen an der Kattenstraße in Bochum.
Steven Sloane war Gast beim Vinzentiustag der ev. und kath. Gemeinden Harpen an der Kattenstraße in Bochum.
Foto: WAZ FotoPool

Harpen.  In guter Tradition fand jetzt in Harpen der Vinzentiustag statt. Auf Einladung der Ev. Kirchengemeinde und der Hl. Geist-Gemeinde waren dabei die Bochumer Symphoniker zu Gast in Harpen. Neben der Musik stand eine Diskussion mit Generalmusikdirektor Steven Sloane im Mittelpunkt des Abends.

Pfarrer Dr. Gerald Hagmann konnte viele Mitglieder der ev. und kath. Gemeinden und Musikfreunde aus dem Stadtteil in der St. Vinzentiuskirche begrüßen. „Musik überwindet Grenzen“, betonte Pfarrer Hagmann und freute sich, dass neben dem Chor der ev. Kirchengemeinde auch drei Musiker der Bochumer Symphoniker den Gottesdienst musikalisch gestalteten.

Bei der Diskussionsveranstaltung im voll besetzten ev. Gemeindehaus an der Kattenstraße stellte sich der Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker, Steven Sloane den Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Dabei betonte Sloane zunächst die Gemeinsamkeiten zwischen der Innenstadt und Harpen: An beiden Stellen werden mit dem Bau des Musikzentrums und des neuen ev. Gemeindehauses Orte für Musik und Begegnung geschaffen. Die Kirchen seien ein wichtiger Ort für das Kulturleben im Stadtteil, betonte der Generalmusikdirektor.

Auch anhand von Plänen erläuterte Sloane den Bau des Musikzentrums an der St. Marienkirche und betonte, dass das Haus ein „Zentrum für das ganze musikalische Leben der Stadt“ werden soll. Ausdrücklich lud er dazu ein, das bis Mitte 2015 entstehende „Wohnzimmer der Kunst“ zu besuchen und dort selbst zu musizieren.

Darüber hinaus sagte Sloane zu, dass die Bochumer Symphoniker weiterhin Konzerte in den Stadtteilen anbieten werden. Gerade die Nutzung der ehemaligen St. Marienkirche biete zudem Chancen, „da Kirchen die Seele der Menschen ansprechen“. Der Generalmusikdirektor zeigte sich optimistisch, dass das neue Musikzentrum – gemeinsam mit den anderen Musikhäusern im Ruhrgebiet – es schaffen könne, als Musikregion „mehr als London, Berlin und Paris bieten zu können“.