Geplanter Neovia-Verkauf beunruhigt Beschäftigte

Neovia Logistics betreibt im Opel Werk III ein Warenersatzteillager, das sogenannte Warehouse, für den Autobauer.
Neovia Logistics betreibt im Opel Werk III ein Warenersatzteillager, das sogenannte Warehouse, für den Autobauer.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Auf 700 Mitarbeiter soll das Warenverteilzentrum von Opel nächstes Jahr wachsen. Nun bahnt sich an, dass der Betreiber Neovia Logistics einen neuen Eigentümer erhält. Beschäftigte und Betriebsrat von Opel fürchten nun, dass könnte Konsequenzen für den Standort Bochum haben.

Bochum. Während die Abwicklung des Opel-Standorts Bochum voranschreitet, von heute an sind es noch 30 Arbeitstage bis zum Ende der Autoproduktion, ruft eine Nachricht aus der Finanzwelt Betriebsrat und Beschäftigte auf den Plan.

Demnach wird Opel-Partner Neovia Logistics an die Investoren Goldman Sachs und Rhone Capital verkauft. Befürchtet wird, dies könnte sich auswirken auf den von Neovia betriebene Warenersatzteillager in Bochum, zu dem 265 Opelaner wechseln und das vom Autobauer eine Bestandsgarantie bis mindestens 2020 erhalten hat.

Der Gesamtbetriebsrat pocht auf die Erfüllung der im Sozialtarifvertrag getroffenen Vereinbarungen – unabhängig vom Eigner des Ersatzteillagers. Die Bochumer Geschäftsleitung hat mit einer Mitteilung an die Beschäftigten reagiert. Es heißt: „Ein Verkauf von Neovia Logistics hat keine Auswirkungen auf unsere Joint-Venture-Verträge und tariflichen Vereinbarungen, insbesondere die Zusicherung der 265 Ersatzarbeitsplätze.“