Für den Bau des Gesundheitscampus in Bochum wird es konkret

Michael Weeke
Bereits im Frühjahr nächsten Jahres sollen die Arbeiten für den 200 Millionen teuren Gesundheitscampus in Bochum beginnen. Rund 1000 sollen Arbeitsplätze entstehen. Am Mittwoch wird im Wirtschaftsausschuss erneut der Bebauungsplan beraten.

Bochum. Wenn am kommenden Mittwoch der Bebauungsplan für das Gelände des Gesundheitscampus erneut im Wirtschaftsausschuss beraten wird, dürfte nur noch um Feinheiten gerungen werden. Geht es nach dem Willen der Stadt und dem Strategiezentrum Gesundheit NRW, werden die Weichen gestellt für den Baustart des 200-Millionen-Euro-Projektes Anfang des nächsten Jahres.

Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch freute sich über die erfolgreichen Gespräche zwischen allen Beteiligten in den vergangenen Monaten: „Im Grunde kann ich heute sagen, dass das Planungsrecht für den Campus steht.“

Da es nur sehr wenige Bedenken im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens gegeben hatte, stehe dem wohl größten Projekt seit Bau der Ruhr-Universität 1965 nichts mehr im Wege.

Mehr als 1000 Arbeitsplätze

Auf dem Gesundheitscampus werden sich die Hochschule für Gesundheit mit ihren bis zu 1300 Studierenden und 100 Mitarbeiten, zahlreiche öffentliche Einrichtungen wie das Krebsregister NRW oder das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit auf dem Gelände ansiedeln. Mit dem gleich nebenan in der Aufbauphase befindlichen Bio-Medizin-Park wird mit mehr als 1000 Arbeitsplätzen gerechnet, die dort zum größten Teil neu entstehen.

Prof. Andreas Meyer-Falcke. Leiter des Strategiezentrum Gesundheit, welches derzeit sozusagen als erster Nutzer ein vorübergehendes Domizil im Bio-Medizin-Park errichtet, sagt: „Das wird ein ganz spannender Prozess. Wir rechnen natürlich damit, dass es eine Reihe von Ausgründungen geben wird.“

"Wir erhoffen uns einen sehr lebhaften Austausch"

Für die Hochschule für Gesundheit hebt Vizepräsident Werner Brüning die vor allem durch das preisgekrönte Baukonzept gegebene Vernetzung und den Campuscharakter auf dem Gelände hervor: So wird der Bibliotheks- und Mensabau direkt neben der eigentlichen Hochschule auch von den anderen Institutionen auf dem Campus mitgenutzt werden können. „Wir erhoffen uns dadurch einen sehr lebhaften Austausch“, so Brüning.

Als sichtbares erstes Zeichen des künftigen Schwerpunkt beginnen voraussichtlich noch in diesem Jahr die Arbeiten für die neue Haltestelle der U 35 „Gesundheitscampus“. Der Wettbewerb läuft noch bis Oktober. Dann tagt das Preisgericht für die Gestaltung des Haltepunkts.