Frithjof Schmidt ärgert sich über das „Einlullen“

„Mich ärgert die Entpolitisierung der Gesellschaft. Dieses Einlullen durch Angela Merkel und ihre Partei ist schwer aufzubrechen.“ Frithjof Schmidt (60), Bundestags-Kandidat im Wahlkreis 140 Bochum I, nahm gestern mit Sabine von der Beck (49), Kandidatin im Wahlkreis Herne-Bochum II, Anlauf in die Endrunde des Bundestagswahlkampfs. „Planlos und beliebig“, gesteuert von Meinungsumfragen agiere die Bundesregierung unter Leitung der Kanzlerin, so Sabine von der Beck.

„Für eine Stadt wie Bochum mit Problemen des Strukturwandels werde die Wahl eine große Bedeutung haben,“ so Schmidt, der auf 13 bis 14 Prozent Stimmenanteil bei der Wahl hofft. Allein könne die Stadt die notwendigen Aufgaben nicht schultern. Rot-Grün im Bund könne den Politikwechsel bringen, der den Kommunen nicht immer neue Lasten aufsattele, sondern sie entlaste.

In einem 9-Punkte-Programm haben die Grünen ihre Wahlaussagen gebündelt: unter anderem für „eine saubere, sichere und bezahlbare Energieversorgung“, für den Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro/Stunde, für die „Abschaffung der Zweiklassenmedizin“ und des „sinnlosen Betreuungsgeldes“ sowie für „Leinenzwang“ auf Finanzmärkten. Schmidt kritisiert die Regierung Merkel; die Waffenexporte als Instrument der Außenpolitik einsetze.

In den nächsten Wochen ist mit einiger grüner Prominenz in Bochum zu rechnen. Am Donnerstag, 29. August, 16-18 Uhr, kommt Grünen-Bundesvorsitzende Claudia Roth in die Rotunde. Zum „Kochen“ kommt Bärbel Höhn, Grünen-Spitzenkandidatin NRW, am 4. September, 13.30 bis 15.30 Uhr, auf den Dr.-Ruer-Platz. Vom 9. bis 21. September wird die „Wahlkampfhütte“ Bongardstraße / Ecke Kortumstraße besetzt. Grünen-Spitzenkandidat Volker Beck ist am 11. September, 13 bis 15 Uhr, unter anderem Gast bei der Bochumer Aids-Hilfe. Zur Groß-Demo „umFAIRteilen!" (14. September) wird die Grüne Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt erwartet.

 

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