Bochum

Frau möchte Hund in Bochum kaufen: Was dann passiert, schockiert sie zutiefst

Hund geklaut! Yorkshire-Terrier Benny ist mitten im Verkaufsgespräch gemopst worden.
Hund geklaut! Yorkshire-Terrier Benny ist mitten im Verkaufsgespräch gemopst worden.
Foto: Polizei Bochum

Bochum. Ein kurioser Vorfall hat sich am Valentinstag in Bochum ereignet.

Eine Hundehalterin traf sich am Eingang des Park an der Ecke Parkstraße/Thingstraße mit einer potentiellen Käuferin. Sie hatte Interesse am kleinen, zwei Jahre alten Yorkshire-Terrier namens Benny.

Hund bei Verkaufstreffen geklaut

Nun dient das Treffen in der Mittagszeit (13.55 Uhr) dazu, dass die Frau den Hund besser kennenlernen kann. Doch plötzlich platzt eine weitere unbekannte weibliche Person dazwischen, reißt die neon-grüne Hundeleine an sich, packt den Hund und rennt davon!

Mit der tierischen Beute in der Hand flüchtet sie in Richtung Thingstraße.

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Käuferin und Hundehalterin nehmen Verfolgung auf

Die beiden geschockten Frauen bleiben konsterniert zurück, zwei Augenzeugen kümmern sich um sie. Sofort nehmen sie die Verfolgung der Hundediebin auf, verlieren sie allerdings aus den Augen. Sie entfernte sich in Richtung der Straßenbahnhaltestelle „Freiheitsstraße“.

Die Hundediebin trug eine Sonnenbrille, ist circa 1,70 Meter groß, 20 bis 30 Jahre alt und war mit einer Jacke, einem Schal sowie einer Mütze bekleidet. Yorkshire-Terrier Benny trug ein blaues Geschirr mit der Aufschrift „Teppichporsche“.

Die Ermittler aus dem Wattenscheider Kriminalkommissariat bitten unter den Rufnummern 0234 909 8406 sowie 0234 909 4441 um Hinweise.

Achtung bei Verlustmeldungen!

Nicht selten kommt es vor, dass Hunde in Deutschland als vermisst gemeldet werden. Allein beim deutschlandweit agierenden Verein Tasso wurden 2018 rund 107.000 entlaufene Tiere verzeichnet, darunter rund 38.500 Hunde. Dies nutzen Betrüger teils aus.

„Die Betrüger durchsuchen im Internet systematisch Suchmeldungen zu vermissten Tieren, in denen private Kontaktdaten, insbesondere Telefonnummern der Halter angegeben sind“, sagt Tasso-Sprecherin Laura Simon. Ihr seien in den vergangenen Jahren einzelne solcher Fälle bekannt geworden.

„Unter gefälschten Telefonnummern rufen sie bei den Betroffenen an und geben vor, unter anderem im Auftrag von Tierkliniken, Tierheimen oder Rechtsanwälten anzurufen, zu denen das Tier gebracht worden sei. Der Halter könne es dort gegen eine Gebühr abholen“, erläutert Simon die Masche. Hin und wieder werde auch behauptet, das Tier sei verletzt und man müsse die Behandlungskosten erstatten, bevor man sein Tier zurückbekomme.

Besonders auffällig sei, dass die Anrufer oft eine Vorabzahlung verlangten. „Auch das öffentliche Ausschreiben eines Finderlohns kann leider dazu beitragen, Betrüger auf den Plan zu rufen, sodass eine solche Vorgehensweise nicht zu empfehlen ist“, sagt Simon. Hier kannst du lesen, was Tasso empfiehlt. (dpa/mb)

 
 

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