Bochum

Frau in Bochum mehrfach brutal vergewaltigt: Innenminister zieht Konsequenzen

Nach der brutalen Vergewaltigung einer Frau in Bochum will Innenminister Herbert Reul (CDU) Konsequenzen ziehen.
Nach der brutalen Vergewaltigung einer Frau in Bochum will Innenminister Herbert Reul (CDU) Konsequenzen ziehen.
Foto: dpa

Bochum. Der Fall einer mehrfach vergewaltigten Frau in Bochum zieht nun Konsequenzen nach sich. Ein vorbestrafter Sexualstraftäter hatte eine 33-Jährige Bochumerin Mitte Februar auf dem Blumenfriedhof in Bochum brutal vergewaltigt. Die Polizei hatte den schrecklichen Vorfall allerdings zunächst nicht öffentlich gemacht.

Das sei ein Fehler gewesen, räumte die Polizei mittlerweile ein. Nun zieht auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) Konsequenzen. Das sagte er im Gespräch mit der „WAZ“.

Vergewaltigung in Bochum: Fehler bei Betreuung

Bei der Betreuung des 30-jährigen Tatverdächtigen sei es zu Fehlern gekommen. Er nahm zwar am Präventionsprogramm „KURS“ („Konzeption zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern“) teil - dort gab es allerdings offenbar mehrere Pannen.

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So hätten die Behörden sich keinen ordentlichen Überblick über das soziale Umfeld des Mannes verschafft. Die Gespräche mit ihm fanden demnach meist bei der Polizei oder telefonisch statt. Auch die Lebensgefährtin des vorbestraften Sexualstraftäters sei nicht richtig in das Programm eingebunden worden.

KURS-Programm soll verschärft werden

Reul will deshalb die Vorgaben für das Präventionsprogramm „KURS“ verschärfen. „Die schreckliche Tat von Bochum hat uns vor Augen geführt, dass es bei dem KURS-Konzept Verbesserungsbedarf gibt“, sagte er der „WAZ“.

Der dringend tatverdächtige 30-Jährige konnte kurz nach der Tat geschnappt werden (die Details zur Festnahme kannst du hier lesen). Ein Taxifahrer hatte die Polizei auf die Spur des Mannes gebracht. (fel)

Den kompletten Text kannst du bei der „WAZ“ lesen

 

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