Gelsenkirchen

Frau (58) stürzt in 16 cm breiten Spalt zwischen Bahnsteig und Straßenbahn - nun will sie die Bogestra verklagen

Beim Ausstieg aus der Linie 301 kam es zu dem Sturz.
Beim Ausstieg aus der Linie 301 kam es zu dem Sturz.
Foto: WAZ FotoPool
  • In Gelsenkirchen ist eine 58-Jährige in einen Spalt zwischen Bahnsteig und Straßenbahn gestürzt
  • Dadurch hat sie sich nach eigener Aussage erheblich verletzt

Gelsenkirchen. Ein 16 Zentimeter breiter Spalt tut sich derzeit zwischen Isabella L. und der Bogestra auf. Die eigentlich treue Kundin bricht mit der Straßenbahngesellschaft - nachdem sie sich bei einem Sturz in einen Spalt zwischen Bahnsteig und Straßenbahn verletzt hat.

Das behauptet zumindest ihr Anwalt Arndt Kempgens, der die Bogestra im Namen von seiner Mandantin nun verklagen möchte.

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16 Zentimeter ist der Spalt breit, in dem die 58-Jährige Anfang Juli beim Aussteigen aus der Straßenbahnlinie 301 an der Haltestelle Bergwerk Consolidation hängen geblieben und gestürzt ist. Sie zog sich nach eigenen Angaben Prellungen und ein Halswirbel-Syndrom zu. Sie habe wochenlang nicht richtig laufen können, der Weg in ihre Wohnung im dritten Stock sei jeden Tag eine Tortur gewesen.

Bogestra bedauert den Vorfall

Isabella L. hatte über ihren Anwalt Schadensersatzforderungen an die Bogestra gestellt. Die Straßenbahngesellschaft lehnt diese aber ab. Dort heißt es: „Ein gefahrloser Ein- und Ausstieg in und aus unseren Fahrzeugen ist möglich.“

Man bedauere den Vorfall mit der 58-Jährigen. Bisher sei keine Klage eingegangen seitens Isabella L.

Kommt es zu einer Klage?

Für den Anwalt Arndt Kempgens steht aber fest: „Die Bogestra hat eine vertragliche Nebenpflicht verletzt, indem sie das gefahrlose Aussteigen wegen mangelhafter Ausstiegsmöglichkeiten nicht ermöglicht hat. Es hätte nicht ein derartiges Hindernis vorhanden sein dürfen.“

Ob der Streit wirklich vor Gericht geht, wird sich noch zeigen.