Bochum

Warum das Foto einer Bank in Bochum im Netz für heftige Diskussionen gesorgt hat

Foto: Jürgen von Polier

Bochum. Das Foto einer Sitzbank hat bei Facebook für Wirbel gesorgt. Aufgenommen worden ist es an der Bochumer Haltestelle Gesundheitscampus. Dabei ging es um ein bestimmtes Detail, das Nutzer Christian S. aufgefallen war, der das Bild bei Facebook gepostet hatte.

Und zwar um ein Stück Metall, das die Bank in der Mitte teilt. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass es sich möglicherweise um eine Armlehne handelt. Oder, dass hier schlicht ein Sitzplatz vom anderen abgegrenzt werden soll.

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Christian S. schrieb zu dem Bild: „Wir waren heute zum ersten Mal an der Haltestelle Gesundheitscampus. Wer hat eigentlich diese menschenfeindlichen Bänke zu verantworten? Das läuft ja eigentlich mittlerweile unter "Design Crime" oder "hostile Design". Einen Nutzen von diesem Bügel in der Mitte kann ich nicht erkennen, außer, dass er verhindert, dass sich Menschen dort drauflegen; und zudem fällt ja auch ein Sitzplatz weg. Kann man dies irgendwo melden?“

Unter dem Post meldeten sich sofort viele Nutzer zu Wort, von denen viele den Bügel befürworteten, andere sich jedoch scharf dagegen aussprachen.

S. hatte in seinem Beitrag zusätzlich die Internetseite www.hostiledesign.org verlinkt. Dort hat man sich zur Aufgabe gemacht, Fotos von ähnlichen Designs zu veröffentlichen, die dazu gedacht sind, Obdachlose davon abzuhalten, öffentliche Sitzgelegenheiten als Schlafplatz zu nutzen. Doch ist der Balken auch in Bochum dazu gedacht?

„Auch an ältere Menschen denken“

Auf Anfrage von DER WESTEN sagt Peter van Dyk von der Stadt Bochum: „Der Balken dient tatsächlich dazu, dass man nicht darauf schläft. Das ist auf allen Bahnhöfen der Stadt Bochum so, seit wir den Boulevard gemacht haben. Man soll da eben nicht liegen. Diese Möbel haben eine Funktion und man hat da eine gewisse Frequenz an Fahrgästen, die dort sitzen können müssen.“

Weiter erklärt van Dyk: „Diejenigen, die sich darüber aufregen, dass man dort nicht schlafen kann, sollten auch an ältere Menschen denken, die mit ihrem Rollator da hinkommen und keine Kraft haben, im Stehen auf die Bahn zu warten. Da ist es einfach ein Problem, wenn dann da jemand schläft.“

Der Facebook-Post von Nutzer Christian S. ist mittlerweile gelöscht.

 
 

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