Flüchtlingsnot prägt auch die Arbeit von Ronahi

Querenburg..  Der gemeinnützige deutsch-kurdische Verein Ronahi bietet seit Juli eine Elternberatung an. Anliegen ist, Eltern mit Migrationshintergrund bei alltäglichen Fragen, akuten Problemen und beim Leben mit neuen kulturellen Werten und bei der zweisprachigen Erziehung ihrer Kinder zu helfen.

Die kostenlose Beratung findet in den Räumen der Sprachschule WIS an der Querenburger Höhe 276 statt, und wird von Mouna Moustafa, Sozialpädagogin und -arbeiterin, die deutsch, kurdisch und arabisch spricht, durchgeführt.

Das Beratungsangebot trägt den Namen „Famulus“, was so viel wie „Beistand“ bedeutet. Hemmschwellen und Berührungsängste der Migrantinnen vor Hilfsangeboten sollen reduziert werden.

Die Einzelberatungen finden aktuell mittwochs, 13 bis 17 Uhr, und donnerstags, 10 bis 13 Uhr, und nach Vereinbarung statt. Gefördert wird das Projekt Famulus aus Fördermitteln der Bezirksregierung Arnsberg.

In diesen Tagen prägt besonders der Krieg in Syrien und Nordirak die Elternberatung, weil verstärkt Flüchtlinge kommen, viele von ihnen schwer traumatisiert, wie Khonaf Hajo, Vorsitzende des Vereins, sagt. Den zusätzlichen Arbeitsaufwand kann Mouna Moustafa alleine nicht mehr stemmen. Daher werden viele der Flüchtlinge ehrenamtlich von Khonaf Hajo und einer Praktikantin unterstützt.

Besonders wichtig ist für die Flüchtlinge eine sprachliche Begleitung (zu Ärzten, Ämtern und Behörden), Integrationshilfen in unterschiedlichen Lebensbelangen und eine psychologische Betreuung.

Zudem gibt’s bei Ronahi Freizeitangebote für Kinder. Khonaf Hajo: „Wir unternehmen Ausflüge, gehen klettern und spielen Minigolf. Außerdem feiern wir traditionell-christlich Weihnachten hier bei uns in der Beratungsstelle; wir stellen einen Baum auf, den die Kinder schmücken. Es gibt eine Krippe. Das wird ganz besinnlich.“

 
 

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