Fliegerbombe in Bochum unter schweren Bedingungen entschärft

Im Unterschied zu den meisten Fliegerbomben, die heute noch gefunden werden, war das Exemplar in Langendreer mit zwei Aufschlagzündern versehen.
Im Unterschied zu den meisten Fliegerbomben, die heute noch gefunden werden, war das Exemplar in Langendreer mit zwei Aufschlagzündern versehen.
Foto: Ingo Otto/Archiv
Eine 250 Kilo schwere Bombe wurde am Montagabend in Bochum-Langendreer entschärft. Regen und Schlamm erschwerten die Arbeit des Sprengmeisters.

Bochum.. In fünf Metern Tiefe lag der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, die Erde darüber schlammig, der Bereich vom Regen überflutet: Schwerstarbeit für den Sprengmeister, der am Montag gegen 18.30 Uhr mit seiner Arbeit auf einem Feld in Bochum-Langendreer begann. Um kurz vor halb Acht am Abend war die Bombe schließlich entschärft.

Entdeckt wurde der Blindgänger bei der Auswertung von Luftaufnahmen, am Montagmittag sorgten Sondierungsarbeiten auf dem Feld an der Wittkampstraße dann für Gewissheit. Der Kampfmittelräumdienst rückte sofort aus. 250 Kilo wog die Bombe, die mit zwei Aufschlagzündern versehen war. "Das ist ungewöhnlich", erklärte Feuerwehrsprecher Stefan Nowak im Vorfeld. Für eine genaue Untersuchung vor der Entschärfung musste der Bereich zunächst trockengelegt werden.

Rund 250 Menschen von Evakuierung betroffen

Im Radius von 250 Metern um den Fundort wurden etwa 250 Anwohner evakuiert. Betroffen waren ausschließlich die Bewohner der ungeraden Hausnummern an der Wittkamp­straße 1 bis 103, die Gebäude grenzen an das Feld. Die Spazierwege in der Umgebung wurden von der Polizei gesperrt. Im Alten- und Pflegeheim an der Grabeloh­straße war für die Zeit der Evakuierung und Entschärfung eine Betreuungsstelle eingerichtet. (za)

EURE FAVORITEN