Festnahmen und Verletzte nach Demo von Asylgegnern in Bochum

Auf dem Dr.-Ruer-Platz in Bochum sollte am Sonntag eigentlich um 18.30 Uhr noch eine Kundgebung der Organisation „Refugees Welcome“ ausgetragen werden. Sie wurde wegen der angespannten Lage und der Auseinandersetzung kurz zuvor am Husemannplatz von den Organisatoren abgesagt.
Auf dem Dr.-Ruer-Platz in Bochum sollte am Sonntag eigentlich um 18.30 Uhr noch eine Kundgebung der Organisation „Refugees Welcome“ ausgetragen werden. Sie wurde wegen der angespannten Lage und der Auseinandersetzung kurz zuvor am Husemannplatz von den Organisatoren abgesagt.
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler
Am Rande einer Demo von Asylgegnern sind Gegendemonstranten und Polizisten aneinander geraten. Es gab vier Festnahmen und einige Verletzte.

Bochum.. Zu handgreiflichen Auseinandersetzungen kam es am Rande einer Kundgebung der bislang weitgehend unbekannten Organisation Daskut (Deutschland asylfreie Schulen, Kindergärten und Turnhallen) am Sonntagabend auf dem Husemannplatz in Bochum. Während die 45-minütige Veranstaltung mit gerade einmal zwölf Teilnehmern friedlich verlief, kam es kurz nach ihrem Ende zu einem Tumulten zwischen der Polizei und einigen der etwa 100 Gegendemonstranten.

Vier Personen wurden nach Polizei-Angaben in Gewahrsam genommen, zwei Beamte seien verletzt worden. Es wurden mehrere Strafanzeigen gegen die Polizei und gegen Demonstranten gestellt, so ein Polizeisprecher.

300 Polizisten im Einsatz

Mehrere Personen sagten gegenüber der WAZ, die Situation sei eskaliert, als die Polizei einen Vermummten festgenommen habe. Mehrere Beamte hätten einen unbeteiligten Mann geschlagen, dieser sei mit gefesselten Händen abgeführt und ins Krankenhaus gebracht worden. Angesichts der angespannten Lage sagte die Organisation Refugees Welcome eine Kundgebung ab, zu der sie um 18.30 Uhr auf den Dr.-Ruer-Platz geladen hatte.

300 Polizisten, darunter berittene Beamte, waren im Einsatz, etwa 120 direkt vor Ort. 50 Demonstranten waren für die erste, 150 für die zweite Veranstaltung angemeldet worden. „Wir hatten so viele Beamte vor Ort, weil nicht abzuschätzen war, ob es bei der angemeldeten Personenzahl bleiben würde“, so der Polizeisprecher.

 
 

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