Bochum

„Fernmündlich“ - what? Stadt Bochum bringt jetzt Broschüre ohne Behörden-Chinesisch raus

Schluss mit der komplizierten Behördensprache. So sehen das auch: Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, Annika Nietzio, Stefan Müller und Kirsten Czerner-Nicolas. (v.l.n.r.)
Schluss mit der komplizierten Behördensprache. So sehen das auch: Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, Annika Nietzio, Stefan Müller und Kirsten Czerner-Nicolas. (v.l.n.r.)
Foto: Stadt Bochum/ Referat für Kommunikation
  • Einfach nur: „Ampel“ statt „Lichtzeichenanlage“
  • Behördensprache wird vereinfacht
  • Stadt Bochum übersetzt Broschüren seit 2015

Bochum. Behördendeutsch ist oft umständlich und kompliziert. Beispiele dafür gibt es viele: Wer sich bei Worten wie „fernmündlich“ zumindest im ersten Moment fragt, wovon hier eigentlich die Rede ist, kennt das.

Die Stadt Bochum will da jetzt Abhilfe schaffen. Eine erste Broschüre wird jetzt in einfacher Sprache angeboten: Bei Erfolg sollen weitere Verwaltungsanträge folgen.

Stadt Bochum vereinfacht Behördensprache

Was das heißt? Die Stadt hat seit 2015 ihre Behördensprache in eine leichte Sprache übersetzt: Worte wie „unentgeltlich“ heißen jetzt einfach „kostenlos“, statt „fernmündlich“ wird nun „telefonisch“ geschrieben. Komplizierte Formulierungen wurden vereinfacht.

Mehr soziale Teilhabe

Der Grund: Menschen mit Behinderungen oder geringen Deutschkenntnissen werden durch komplizierte Behördensprache schnell ausgeschlossen. Jetzt können die Inhalte auch von diesen Menschen besser verstanden werden.

Los geht es jetzt mit der neuen „Fahrdienst-Broschüre“ der Stadt, die bereits komplett in eine einfache Sprache übersetzt wurde. Die Broschüre richtet sich vor allem an Behinderte Menschen, die einen Fahrdienst benötigen.

„Wenn die Broschüre gut ankommt, sollen auch andere Städte in ganz Deutschland profitieren“

„Wir bringen zunächst erst einmal diese Broschüre in Umlauf und werden dann auswerten, wie sie angekommen ist. Sollte die Aktion gut laufen, sollen auch andere Städte in ganz Deutschland davon profitieren und sich dem Projekt anschließen“, sagt Katrin Müller von der Pressestelle der Stadt Bochum.

(mj)

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