FDP und Stadtgestalter in Bochum gründen neue Fraktion

Der Rat der Stadt Bochum tagt monatlich im Rathaus.
Der Rat der Stadt Bochum tagt monatlich im Rathaus.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Die FDP teilte am Mittwoch mit, dass sie zusammen mit den Stadtgestaltern eine neue Fraktion gründen werde. „Kritisch, kreativ und konstruktiv“ laute das Motto.

Bochum.. Obwohl die Scheidung mit der Unabhängigen Wählergemeinschaft Wattenscheid (UWG) noch gar nicht rechtskräftig ist, kündigte die Bochumer FDP am Mittwoch ihre nächste Hochzeit an. Ratsherr Felix Haltt teilte mit, dass er zusammen mit Parteifreund Dennis Rademacher und Volker Steude von den Stadtgestaltern zum 1. August eine neue Fraktion gründen werde.

„Kritisch, kreativ und konstruktiv“ werde die neue Fraktion von FDP und Stadtgestaltern sein, sagte Haltt am Mittwoch. „Wichtige Ziele sind dabei die Konsolidierung des städtischen Haushalts und die Verhinderung neuer Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger.“ Haltt soll die Fraktion führen.

Strukturwandel im Mittelpunkt

Auch sein Stellvertreter Volker Steude äußerte sich zur neuen Fraktion, die sich bereits durch die Unterstützung des unabhängigen OB-Kandidaten Omid Pouryousefi andeutete: „Der Strukturwandel muss in den Mittelpunkt der Politik rücken. Zu lange haben wir es versäumt, hier zu investieren. Stattdessen wurden hunderte Millionen Euro beim Bau von Kraftwerken oder Währungsgeschäften verbrannt.“

Wie berichtet, wird die FDP/UWG-Fraktion auf Wunsch der Wattenscheider zum 31. Juli beerdigt. Die Arbeitsstrukturen einer Bürgerinitiative und einer Partei passten nicht zusammen, begründete Karl-Heinz Sekowsky (UWG) die Trennung. Die FDP führte für das Aus zudem strukturelle Unterschiede und unterschiedliche Kommunikationsvorlieben an.

 
 

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