Bochum

Fall Sami A.: Unvorstellbar! In diesem Job hat der Gefährder früher in Deutschland gearbeitet

Sami A. war früher bei einer Sicherheitsfirma angestellt.
Sami A. war früher bei einer Sicherheitsfirma angestellt.
Foto: MATTHIAS GRABEN / FUNKE Foto Services

Bochum. Es klingt paradox: Doch ausgerechnet Sami A., mutmaßlicher Leibwächter von Osama bin Laden und islamistischer Gefährder, soll früher bei einer deutschen Sicherheitsfirma gearbeitet haben. Bei der Klüh Security GmbH hätte er beispielsweise für die Bewachung von Flughäfen, des NRW-Landtags, Gebäuden der Bundeswehr oder die Europäische Zentralbank (EZB) zuständig sein können.

Darüber berichtet jetzt die WAZ. Demnach soll Sami A. aus Bochum mindestens im Dezember 2000 und im Januar 2011 für die Security-Firma beschäftigt gewesen sein. Das sollen Dokumente aus Sicherheitskreisen belegen. Das Bundeskriminalamt und andere Sicherheitsbehörden sollen aber darüber informiert gewesen sein. 2006 habe es von Generalbundesanwalt in Karlsruhe einen entsprechenden Vermerk gegeben.

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Die Firma äußert sich dazu nicht konkret „Die Personalie sei nicht mehr überprüfbar“, sagte das Unternehmen der Zeitung. Beschäftigungsverhältnisse um die Jahrtausendwende seien zu lange her. Da gebe es keine Aufbewahrungsfristen mehr. Versichert werde lediglich: In den letzten zehn Jahren habe er nicht für den Sicherheitsdienst gearbeitet.

Die Security-Firma hatte noch einen weiteren Gefährder eingestellt

Die Klüh Security GmbH ist der siebtgrößte Sicherheitsdienstleister in Deutschland mit 18 Standorten bundesweit und 146 Millionen Euro Jahresumsatz. Das Unternehmen soll außerdem einen weiteren Gefährder, den Marokkaner Mohammed T., eingestellt haben. (js)

Weitere Informationen zu dem Thema und welchen Jobs Sami. A. in Deutschland noch nachgegangen ist, erfährst du im kompletten Artikel der WAZ.

 
 

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