Fachleute überprüfen das Kindeswohl

In Bochum wurde im vorigen Jahr in 374 Fällen von speziell geschulten Fachkräften geprüft, ob das Wohl eines Kindes gefährdet ist. Das teilt der „Qualitätszirkel der Bochumer Schutzfachkräfte“ mit – ein Zusammenschluss von Mitarbeitern der AWO, der Caritas, des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, der Diakonie, des Kinder- und Jugendringes und der Stadt. In fast jedem fünften dieser Fälle kamen die Fachleute zu dem Schluss, dass wirklich das Kindeswohl akut gefährdet war. In den übrigen Fällen lag keine Gefährdung oder lediglich eine „mittlere“ vor.

Speziell zum Thema Kindeswohlgefährdung sind bereits 84 Fachkräfte im Einsatz, zum Beispiel Schulsozialarbeiter oder Erzieher in Kindergärten. Sie werden aktiv, wenn Kinder zum Beispiel viel zu vernachlässigt gekleidet oder nicht richtig ernährt sind oder verdächtige blaue Flecken haben. Sie sprechen dann gegebenenfalls mit den Eltern und bieten Hilfe und Beratung an.

Im Extremfall werden die Kinder aus einer Familie – manchmal auch nur kurzzeitig — herausgeholt, „in Obhut“ genommen. 313 Mal war das im vorigen Jahr der Fall.

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