Bochum

„Extra 3“ macht sich über Brücke in Bochum lustig: „Das ist ja wie im Hochsicherheitstrakt“

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Bochum. In Bochum sorgt die Pontonbrücke immer wieder für Aufregung bei Anwohnern und Pendlern. Zunächst war sie für Autofahrer in einer Einbahnstraße freigegeben, dann wegen zu häufiger Missachtung der Verkehrsregeln wieder geschlossen worden.

Zuletzt wurde die Pontonbrücke in Bochum im Mai dieses Jahres wieder für Autos geöffnet, allerdings unter strengen Auflagen. Und genau diese sind jetzt in der Satire-Sendung „extra 3“ im NDR aufgezeigt worden.

Pontonbrücke in Bochum sorgt für Lacher beim NDR

Blitzer, Ampeln für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer, Betonpoller gegen Lkw und weil das alles noch nicht reicht, überwachen das alles auch noch zwei „Verkehrshelfer“, die in Wartehäuschen auf der Brücke stehen – und das alles auf beiden Seiten der Brücke.

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615.000 Euro hat die Stadt Bochum gemeinsam mit der Stadt Essen und Hattingen dafür bisher ausgegeben, weil die Brücke zwischen den drei Städten liegt.

Für die Pendler im Beitrag großer Schwachsinn. „Wir sind doch alle erwachsen und müssen nicht überwacht werden“ beschwert sich ein älterer Mann gegenüber dem NDR.

Anwohner fühlen sich wie in einem Hochsicherheitstrakt

Andere sagen: „Das ist lächerlich. Ich habe das Gefühl, das ist ein Hochsicherheitstrakt“, so eine Radfahrerin.

Für den Baudezernenten der Stadt Bochum, Markus Bradkte, aber eine absolute Notwendigkeit. Denn viele Autofahrer haben vor diesen Maßnahmen die Verkehrsregeln auf der Pontonbrücke massiv missachtet.

Selbst Lkw seien über die Brücke gefahren, obwohl dies verboten war. Dass die ganzen Verkehrsregeln auch dieses Mal wirklich eingehalten werden, darum kümmern sich die Mitarbeiter, die „Verkehrshelfer“. Denn laut Markus Bradtke würden Menschen sich besonders an die Verkehrsregeln halten, wenn sie beobachtet werden.

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Auch auf Nachfrage von DER WESTEN erklärt ein Pressesprecher der Stadt Bochum, dass die Stadt nun einmal für die Verkehrsführung und die Sicherheit auf der Brücke zuständig sei. Und dass die Maßnahmen sinnvoll seien.

Die Bürgerrufe seien laut gewesen, so der Sprecher. „Wir wollen mit dem Auto über die Brücke fahren“, hieß es da. Und so musste ein langwieriger Acht-Punkte-Plan her, auch damit Fahrer unter anderem nicht in den Gegenverkehr geraten und damit beispielsweise Radfahrer nicht im Gleisbett der parallel verlaufenden Bahn landen.

Das ist der Acht-Punkte-Plan an der Pontonbrücke in Bochum:

  • neue Ampeln auf beiden Seiten der Brücke
  • Radfahrer haben bei der Ampel eine Vorrangschaltung
  • Mit zwei Blitzern wird kontrolliert, ob über Rot gefahren wird
  • Schilder an den Ampeln weisen Autofahrer daraufhin, dass sie länger warten müssen, falls die Schranken am Bahnübergang geschlossen sind
  • Betonpoller verengen die Fahrbahn vor der Brücke so stark, dass Lkw nicht heimlich passieren können
  • Aus Bochum kann die Brücke nur aus südlicher Richtung befahren werden.
  • Dafür wurde die Lewackerstraße in eine Einbahnstraße umgewandelt
  • Verkehrsheelfer überwachen in den Sommermonaten zusätzlich die strengen Regeln

Diese neuen Maßnahmen sollen jetzt auch erst einmal so bleiben, wie der Sprecher weiter erklärt. Die Verkehrshelfer kontrollieren also in den Sommermonaten (zur Fahrradsaison) tagsüber den Verkehr. Nach zwei Jahren sollen die Maßnahmen dann ausgewertet werden.

Dennoch kommen die Maßnahmen bei vielen Pendlern gar nicht gut an und kosten eine ganze Stange Geld. (fb)

 
 

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