Ex-Ratsherr - DDR-Kabinett rechtfertigt Verbrechen der DDR

Im DDR-Kabinett Wattenscheid erinnert alles an die DDR.
Im DDR-Kabinett Wattenscheid erinnert alles an die DDR.
Foto: WAZ
Ralf Feldmann, Ex-Ratsherr der Linken in Bochum, hat kein Verständnis für die Aktivitäten des Vereins DDR-Kabinett in Wattenscheid. Wer dafür verantwortlich ist, dass in einer städtischen Schule die Machenschaften der DDR gefeiert werden konnten, will Feldmann in einer Bürgeranfrage geklärt wissen.

Bochum.. Kein Verständnis für die Vergabe der Aula der Pestalozzi-Realschule durch die Stadt Bochum an den Verein DDR-Kabinett zeigt Ralf Feldmann. Wie berichtet, hatte dort kürzlich eine Feier mit 250 Gästen zur Feier des 65. Jahrestages der DDR-Gründung stattgefunden.

Der Ex-Ratsherr der Linken ist überzeugt davon, dass das Kabinett die Verbrechen des DDR-Regimes rechtfertigen will. Auf den Internetseiten des Vereins aus Wattenscheid werde mehr als deutlich, dass dieser „nicht nur ein schrillschräger Museums- und Nostalgieverein für DDR-Devotionalien“ sei, sondern sich auch „vergangenheitspolitisch die Rechtfertigung der DDR und die welthistorische Relativierung ihrer Verbrechen zum Ziel gesetzt“ habe.

Margot Honecker lässt grüßen

Feldmann verweist auf Veranstaltungen des Vereins, die moderiert worden seien von einem Journalisten der Tageszeitung „junge welt“, des ehemaligen Zentralorgans der FDJ. Zum 50. Jahrestag des Mauerbaus habe diese getitelt „Da sagen wir erst einmal danke“. Auch ein Lobpreis auf Walter Ulbricht und Grußworte von Egon Krenz und Margot Honecker dokumentierten die Gesinnung des Vereins.

OB Ottilie Scholz (SPD) soll im Rat zur Vergabe der Aula an den Verein Stellung nehmen, fordert Feldmann. Er fragt u.a.: „Wer trägt die Verantwortung dafür? War die Vergabe mit der Schulleitung abgesprochen? Kann das Kabinett in Zukunft weiterhin auf die Hilfe der Stadt bei seinen Aktivitäten hoffen?“

 
 

EURE FAVORITEN