Essen will Lösung für Pontonbrücke mit finanzieren

Die Pontonbrücke ist seit April für den Autoverkehr gesperrt.
Die Pontonbrücke ist seit April für den Autoverkehr gesperrt.
Foto: Walter Fischer
  • Burgaltendorfs Bezirksbürgermeister Kuhmichel will Projekt „weiterhin beratend begleiten“
  • Aus 40 Lösungsvorschlägen haben sich drei technisch machbare Varianten herauskristallisiert
  • Bochums Stadtbaurat Bradtke dämpft aber die Euphorie: „Eisenbahn-Bundesamt entscheidet mit“

Dahlhausen. In Sachen Pontonbrücke tut sich was. Nicht nur, dass die Stadt unter Hochdruck daran arbeitet, möglichst schnell eine Lösung zu präsentieren, um den gesperrten Ruhr-Überweg für den Autoverkehr wieder freigeben zu können. Auch aus Essen-Burgaltendorf wird Bereitschaft gezeigt, sich an der Finanzierung zu beteiligen.

„Wir werden das Projekt weiterhin beratend begleiten“, sagt Manfred Kuhmichel (CDU), Bezirksbürgermeister der Ruhrhalbinsel. Und, fast noch wichtiger: Auch bei der Finanzierung, da ist sich Kuhmichel sicher, werde man sich gesprächsbereit zeigen. Eine gute Nachricht. Gerade vor dem Hintergrund, dass Marc Gräf (SPD), Bezirksbürgermeister Südwest zuletzt Kritik in Richtung Burgaltendorf geäußert hatte (wir berichteten).

Drei machbare Varianten

Mit einer Neuigkeit wartet auch Stadtbaurat Markus Bradtke auf. Von 40 Vorschlägen aus einem von der Stadt Bochum initiierten Ideenwettbewerb „haben sich drei technisch machbare Varianten herauskristallisiert“. Konkrete Inhalte will er nach wie vor nicht verraten. Technisch machbar – das heißt in diesem Fall einen Weg zu finden, künftig Autos gefahrlos passieren lassen zu können, doch Lastkraftwagen über 2,8 Tonnen den Sprung über die Ruhr zu verwehren. Dies alles aus Gründen der Verkehrssicherheit, die in der Vergangenheit durch so manch unbedachtes Fahrmanöver ernsthaft gefährdet war.

Stadtbaurat tritt Euphoriebremse

Eine „zumindest technisch machbare Variante“ will Bradtke Anfang 2017 präsentieren. Dennoch tritt er auf die Euphoriebremse: „Eine wie auch immer geartete Lösung muss im zweiten Schritt einer verkehrsrechtlichen und haftungsrechtlichen Prüfung standhalten.“ In diesem Entscheidungsprozess kommt neben der Straßenverkehrsbehörde und der Polizei dem Eisenbahn-Bundesamt eine entscheidende Rolle zu. „Das Bundesamt wird nur zustimmen, wenn gewährleistet ist, dass die vorgelagerte Bahnstrecke von gefährlichen Blockaden durch den motorisierten Verkehr verschont bleibt.“

Solange bleibt die Brücke dicht. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der begleitende Umbau der Lewacker Straße auf Bochumer Seite bald beendet ist – knapp vier Monate früher als geplant. „Bis eine sichere Verkehrslösung gefunden wurde, wäre es unlogisch und inkonsequent, die Brücke samt Bahnübergang wieder zu öffnen“, erklärt Baurat Bradtke.

 
 

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