Erzieherinnen nehmen ihre Arbeit auf

Zu dem beschlossenen Schlichtungsverfahren im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes erklärte Gudrun Müller, Geschäftsführerin im Verdi-Bezirk Bochum-Herne: „Ich habe den Eindruck, die Arbeitgeber waren am Mittwoch erschrocken, als sie erfuhren, wie groß die Unterstützung unseres Streiks auch nach knapp vier Wochen immer noch war. Die ARD hatte in ihrem monatlichen Deutschlandtrend veröffentlicht, dass mehr als zwei Drittel der Bevölkerung unseren Streik für berechtigt halten. Sie haben dann die Schlichtung angeboten, um den Streik zu unterbrechen. Es gibt eine Vereinbarung zwischen den Tarifparteien, dass eine Schlichtung stattfindet, wenn eine Seite dies fordert. Die Schlichtung bedeutet aber lediglich, dass der Streik ausgesetzt ist.“ In den nächsten 14 Tagen, in denen der Schlichtungsprozess läuft, wird mit Aktionen darauf aufmerksam gemacht, dass der Streik nur ausgesetzt ist und der Arbeitskampf weitergeht, wenn die Schlichtung zu keinem vernünftigen Ergebnis führt. Ab Montag (8. Juni) werden die Erzieherinnen ihre Arbeit wieder aufnehmen, ihre roten Streikwesten als Dienstkleidung tragen und die Eltern über die Schlichtung informieren.

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