Bochum

„Er wirkte gar nicht wie ein Krimineller“: Mieter hat Mitleid mit dem mutmaßlichen Brandstifter von Bochum

Das Haus am Nordring hat nun zum fünften Mal gebrannt. Der mutmaßliche Täter ist Mieter des Hauses.
Das Haus am Nordring hat nun zum fünften Mal gebrannt. Der mutmaßliche Täter ist Mieter des Hauses.
Foto: M. Weber/ WTVnews

Bochum. Zum fünften Mal hat es in drei Monaten in einem Mehrfamilienhaus am Bochumer Nordring gebrannt. Zuletzt am Montagabend um 22.26 Uhr in der 4. Etage des Hauses.

Nun teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit, dass es sich bei dem dringend Tatverdächtigen, der in der Nähe des Tatortes festgenommen worden ist, um den 30 Jahre alten Mieter der Brandwohnung handelt.

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Cengiz Cavdar betreibt im Erdgeschoss des Hauses ein Geschäft für Reparatur und Verkauf von Espressomaschinen. Er sagte bereits am Dienstag im Gespräch mit DER WESTEN, dass der mutmaßliche Täter ein Mieter des Hauses sein soll.

Demnach habe der Mann mit seiner Lebensgefährtin im vierten Stock des Hauses gewohnt. „Er ist gerade erst Vater geworden und eigentlich ein ganz ruhiger Typ. Was er davon hat, die Feuer zu legen, keine Ahnung.“

Vorletzter Brand in der Wohnung einer chinesischen Familie

Mittlerweile wohne niemand mehr in dem Haus, wie Cavdar sagt. „Der vorletzte Brand war in der Wohnung einer chinesischen Familie, die sind dann sehr schnell ausgezogen.“

Auch Cavdar seien durch die Brände Probleme entstanden, wie er beklagt. „Ich wohne im Düsseldorfer Bereich. Und jedes Mal, wenn mich die Nachbarn deswegen angerufen haben, musste ich 60 Kilometer mit dem Auto hin und zurück fahren“.

Eine Woche lang ohne Wasser und Strom

„Beim ersten Brand sind bei mir alle Kabel durchgeschmort und ich hatte in meinem Laden eine Woche lang keinen Strom und kein Wasser. Und mein Geschäft funktioniert nur mit Strom und Wasser. Auch sei die Benutzung des Festnetz-Anschlusses einen Monat lang nicht möglich gewesen und sein EC-Kartenlesegerät funktioniere nur per Internet.

Cavdar sagt, dass der mutmaßliche Täter Montagnacht während des Brandes nicht am Haus gewesen, dann aber zum Tatort zurückgekehrt und sofort von der Polizei mitgenommen worden sei.

Für den mutmaßlichen Täter hat er größtenteils Mitleid übrig. „Er tut mir einfach nur leid, denn er wirkte gar nicht wie ein Krimineller. Vielleicht hat er irgendwelche Probleme, vielleicht psychische Probleme. Aber einen Brand zu legen ist nicht in Ordnung. Das hätte auch tödlich ausgehen können.“

 
 

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