Einige Wackelkandidaten

Die Grundschule  Hordel soll  zunächst als einzügiger Teilstandort erhalten bleiben. Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool
Die Grundschule Hordel soll zunächst als einzügiger Teilstandort erhalten bleiben. Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Bochum.. Die Schließung der Graf-von-der-Recke Schule in Hamme, der Grundschule Eppendorf sowie des Teilstandortes Roonstraße der Glückaufschule in Wattenscheid, die Rosenbergschule und die Kirchschule in Langendreer empfiehlt die Arbeitsgruppe des Ausschusses für Bildung und Wissenschaft. Mit der bereits beschlossenen Schließung der Teilstandorte Max-Greve-Straße, Brantropstraße, Tippelsberger Straße und Elisabethstraße (Wattenscheid) sollen als insgesamt neun Grundschulstandorte in Bochum aufgegeben werden. Es gibt folgende Einzelheiten zu dieser aktuellen schulpolitischen Weichenstellung vom Mittwoch:

Die Empfehlung der Arbeitsgruppe zur Entwicklung der Grundschulen erläuterten Schuldezernent Michael Townsend, Schulverwaltungsamtsleiter Ulrich Wicking und der Vorsitzende des Ausschusses für Bildung und Wissenschaft Dr. Peter Reinirkens. Für die „Wackelkandidaten“ gibt es zumindest für die allernächste Zukunft positive Nachrichten:

So sollen die Lina-Morgenstern-Schule (Altenbochum), die Grundschule Hordel als Teilstandort der Grundschule Hofstede, die Kortum-Schule als Teilstandort der Feldsieper Schule, die Schule an der Somborner Straße als Teilstandort der Michael-Ende-Schule, die Schule an der Bömmerdelle als Teilstandort der der Grundschule am Neggenborn und die Borgholzschule in Wiemelhausen als Teilstandort der Brenscheder Schule zunächst einzügig erhalten bleiben.

"Weiterhin gute Schulversorgung"

Townsend betonte: „Es wird in der kompakten Stadt Bochum auch weiterhin eine gute Schulversorgung geben.“ Er wiederholte noch einmal, dass mit dieser Vorentscheidung keinesfalls ein Einschnitt des Ganztagsangebotes einher gehe. Hier sei Bochum mit Plätzen für über 50 Prozent der Grundschüler ohnehin sehr gut aufgestellt.

Der Dezernent unterstrich noch einmal die Gründe, die die Stadt letztendlich zum Handeln zwingen. So sei in den vergangenen zehn Jahren die Anzahl der Grundschüler um rund 25 Prozent zurückgegangen. Zudem zwinge die Haushaltssituation die Stadt zum Sparen. Allein die jetzt – vorbehaltlich des Beschlusses durch den Rat und die anderen Gremien – bringe rund zwei Millionen Euro Ersparnis. Insgesamt, so Wicking, spare die Stadt durch die Schließung von Schulen rund 4,5 Millionen Euro ein.

Überflüssiger Schulraum

Warum letztlich die Von-Der-Recke-Schule in Hamme, die erste Bochumer Grundschule, die sich erfolgreich mit dem Konzept der Inklusion beschäftigt hat, auf die Liste geriet, dürfte etwas mit der Erreichbarkeit, der Schülerzahlen und der Struktur im Stadtbezirk-Mitte zu tun haben, der von allen Stadtbezirken den größten überflüssigen Schulraum aufweist. Zur Anpassung des Schulraumes auf die geänderten Zahlen gebe es keine Alternative.

Für Dr. Reinirkens war insbesondere wichtig, dass es gelungen sei wie in Hordel und Wiemelhausen durch die Bildung von Teilstandorten auch weiterhin in der Fläche aktiv zu bleiben. Gleichzeitig machten alle Beteiligten klar, dass ein Schulentwicklungsplan kein statisches Gebilde sei. Vielmehr müssten Änderungen, je nach der Entwicklung vor Ort flexibel vorgenommen werden, wenn es dazu Bedarf gebe.

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