Bochum

Einen Monat nach Sperrung der Brüderstraße: Bochumer Polizei vergab 300 Verwarngelder

Die Bochumer Brüderstraße ist seit dem 1. März teilweise für Autos gesperrt. Einen Monat später zieht die Polizei nun eine erschreckende Bilanz.
Die Bochumer Brüderstraße ist seit dem 1. März teilweise für Autos gesperrt. Einen Monat später zieht die Polizei nun eine erschreckende Bilanz.
Foto: Ingo Otto
  • Die Bochumer Brüderstraße ist seit dem 1. März teilweise für Autos gesperrt
  • Einen Monat später zieht die Polizei nun Bilanz
  • In nur einem Monat gab es mehr als 300 Verwarnungsgelder, drei Ordnungswidrigkeitenanzeigen sowie drei Strafanzeigen für Autofahrer

Bochum. Die Bochumer Brüderstraße ist seit dem 1. März teilweise für Autos gesperrt. In der Zeit von 19 bis 5 Uhr gilt ein Durchfahrtsverbot. Der Grund sind Autofahrer, die auf der Straße am Bermuda3Eck gefährliche Fahrmanöver mit ihren Autos vollzogen haben, wie von der Stadt zu hören ist.

Beispielsweise sollen PS-starke Autos dort besonders schnell gefahren sein, um damit zu imponieren. Viele Autofahrer lassen sich allerdings von dem Verbot nicht beeindrucken, wie ein Twitter-Nutzer kürzlich anhand eines Fotos gezeigt hat.

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Einen Monat nach Einführung des Verbotes hat die Polizei nun Bilanz gezogen. Auch daraus geht hervor, wie wenig sich Autofahrer von der Sperrung der Straße in den Abendstunden beeindrucken lassen.

Denn wie die Polizei aktuell mitteilt, sind in nur einem Monat bei der Überwachung der Straße mehr als 300 Verwarnungsgelder erhoben, drei Ordnungswidrigkeitenanzeigen sowie drei Strafanzeigen gefertigt worden - etwa zehn Vergehen pro Tag.

Teil-Sperrung „nach wie vor sinnvoll“

Aber auch Positives ist von der Polizei zu hören, denn die Teil-Sperrung der Brüderstraße hält die Polizei „nach wie vor für sinnvoll“. Das bestätige sich durch Wahrnehmungen der Beamten, aber auch durch Rückmeldungen von Anwohnern und Geschäftsleuten.

Drei Punkte hätten sich demnach maßgeblich an der Brüderstraße geändert:

  • Fußgänger könnten sich gefahrloser in dem gesperrten Bereich bewegen
  • Ohne Verkehrslärm der sogenannten „Auto-Poser“ sei es merklich ruhiger geworden
  • Die Grundstimmung sei gefühlt entspannter geworden

Wie die Bochumer Polizei mitteilt, wird es dort weiterhin stichprobenartige Kontrollen geben.

 
 

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