Eine Woche lang Marathon mit eisgekühlten Fersen

Extremläufer Klaus Dahlbeck am 20.2. 2012 an der Quelle der Ruhr. Er lief anschließend 255 Kilometerbis zur Mündung. Foto: Privat
Extremläufer Klaus Dahlbeck am 20.2. 2012 an der Quelle der Ruhr. Er lief anschließend 255 Kilometerbis zur Mündung. Foto: Privat
Der Journalist, Autor und Blogger Klaus Dahlbeck hat es geschafft, über den Ruhrhöhenweg 250 Kilometer von der Quelle der Ruhr nach Duisburg zu laufen. Trotz Schnee, einer Fersenblessur und schmerzenden Oberschenkeln erlief er ein Spendenaufkommen von 1500 Euro für den Verein „Spitzenköche für Afrika“.

Bochum.. Am Ende standen 255 Kilometer und 5.700 Höhenmeter für den kompletten Ruhrhöhenweg von Winterberg nach Duisburg auf der Uhr. Doch Klaus Dahlbeck hat es geschafft. Er hat den Kampf gegen sich und gegen alle anderen Unbilden gewonnen.

Sechs Etappen an sechs Tagen absolvierte der Bochumer Journalist, um von der Ruhrquelle bis zur Mündung zu laufen (die WAZ berichtete). Sein Kommentar: „Ein Hammer-Erlebnis“. „Die mentale Vorbereitung hat sich gelohnt“, berichtete Dahlbeck nach der Strapaze. „Körperliche Fitness ist natürlich Voraussetzungen, dennoch ist so ein Lauf ein Gang an die eigenen Grenzen“.

Besonders die schon im Voraus als schwierig eingestuften ersten beiden Etappen im Sauerland am Montag und Dienstag hatten es in sich. Dort lief Dahlbeck teilweise in so genannten „Yak-Tracks“, speziellen Laufschuhen für Schnee. Dort ereigneten sich auch psychisch herausfordernde Zwischenfälle: so fehlten hier gelegentlich Wegmarkierungen, was dazu führte, dass er einmal einen sechs Kilometer langen Umweg lief. Wie das nervt, ist nachvollziehbar. Auch seine schmerzende Ferse wurde öfter zum Handicap - “Aber Schmerzmittel nehme ich nicht, das lehne ich ab“. So fand der Fuß nur gelegentlich Kühlung in dem eiskalten Flüsschen Ruhr.

Spendensumme: 1500 Euro

Erst am Donnerstag, als die Etappe durchs Ardeygebirge, über die Hohensyburg und zuletzt auch noch über den Katzenstein geschafft war, reifte in ihm der Gedanke, dass er das Vorhaben auch wirklich zu Ende bringen könnte.

Zwar brannten die Oberschenkel jeden Morgen mehr, doch auf der letzten Etappe wurde er begleitet von seinen Freunden vom Lauftreff der BSG Springorum Bochum. „Das half noch einmal“, meint der Marathon-Mann aus Dahlhausen. Und so erreichte er tatsächlich das Ziel in Duisburg.

Erlaufen hat er mit dieser Tortur bislang eine Spendensumme (spendenlauf@kompottsurfer.de oder Infos auf www.kompottsurfer.de) von 1500 Euro für den Verein „Spitzenköche für Afrika“. Klaus Dahlbecks nächstes Ziel ist übrigens der Lavredo-Ultra-Trail in den Dolomiten: 120 Kilometer am Stück.

 
 

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