Ehemann nach Familiendrama in U-Haft

Nach dem blutigen Familiendrama vor einer Woche in Langendreer-West ist der beschuldigte Vater der Familie mittlerweile außer Lebensgefahr. Er wurde inzwischen von einem normalen Krankenhaus in das Justizkrankenhaus Fröndenberg verlegt, teilte der ermittelende Staatsanwalt Danyal Maibaum gestern auf Anfrage der WAZ mit. Der Beschuldigte, ein Mann Mitte 50, befindet sich jetzt in U-Haft wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung.

Wie berichtet, soll er am vergangenen Mittwochmorgen Feuer in seinem Doppelhaus an der Coloniastraße gelegt haben. Die Feuerwehr löschte den Brand, der sich im Bereich der Holztreppe ausgebreitet hatte. Nachher lag der Mann, der mit seiner Ehefrau und drei Kindern zusammenlebt, mit schweren Stichverletzungen auf der Treppe vor seinem Haus. Er habe sie sich selbst zugefügt, sagte er damals.

Der Tat vorausgegangen war offenbar ein heftiger Streit unter den Eheleuten. Möglicherweise wollte sie ihn verlassen, sagt der Staatsanwalt. Einer Nachbarin zufolge hatte der schwer verletzte Mann am Tatort gesagt, dass ihn seine Frau „zur Weißglut getrieben“ habe.

Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet.

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