ECE will große Labels ins Stadtquartier Viktoria in Bochum locken

Die Einzelhandelsgutachter sehen in Bochum noch Defizite im Sortimentsangebot, etwa im Bereich der Schuhgeschäfte. Foto: Sergej Lepke
Die Einzelhandelsgutachter sehen in Bochum noch Defizite im Sortimentsangebot, etwa im Bereich der Schuhgeschäfte. Foto: Sergej Lepke
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Die Hamburger Projektentwicklungsfirma ECE möchte insbesondere große Labels in den von ihnen erworbenen 20.000 Quadratmetern an der Viktoriastraße ansiedeln: In der Stadt gebe es Defizite bei Textilien, Schuhen und Haushaltswaren.

Bochum.. Den Telekomblock gegenüber vom Rathaus hat die Hamburger ECE (Citypoint, Drehscheibe) Ende letzten Jahres erworben. Damit gehören ihr bereits 20.000 Quadratmeter jener Fläche an der Viktoriastraße, wo ein neuer Einzelhandelsschwerpunkt entstehen soll, sobald sich das Gericht zum Ostring verlagert hat.

Wenn der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes (BLB) als Eigentümer des Justizviertels zwischen Westring, Junggesellenstraße, Viktoria- und ABC-Straße sein 10.500 Quadratmeter großes Grundstück ausschreiben wird, will ECE auch dort den Fuß in die Tür bekommen. „Wir werden nur den Gesamtkomplex entwickeln. Teilbereiche davon auszuweisen, würde sich für uns nicht rechnen“, so erklärte Axel Diewald als Center Manager. ECE hat gestern seine aktuellen Pläne für das so genannte Stadtquartier Viktoriastraße vorgestellt.

Keine Sorge um fehlende Kaufkraft

Über 25.000 Quadratmeter hinaus, so wurde betont, wolle ECE mit Verkaufsflächen nicht gehen. Eine geschlossene Mall, wie sie Stadt, Gutachter und Kaufleute unisono ablehnen, strebe auch ECE als künftiger Vermieter nicht an. „Wir wollen offene Strukturen, wie bei einer kleinen Fußgängerzone, von der aus die Läden, Cafés und Restaurants erreicht werden können“, so Projektdirektor Torsten Kuttig. Sorgen um fehlende Kaufkraft macht sich das Unternehmen, Marktführer auf dem Sektor innerstädtischer Einkaufscenter, in Bochum nicht, und verweist auf das von Stadt und IHK in Auftrag gegebene Einzelhandelsgutachten: „In der Stadt gibt es Defizite bei Textilien, Schuhen, Haushaltswaren. Was besonders fehlt sind große Ladenlokale mit 1.500 Quadratmetern aufwärts; das hat bislang verhindert, dass angesagte Labels nach Bochum kommen. Diese Lücke wollen wir füllen“, so Diewald.

Mit dem Baurecht rechnet ECE ab 2014, „wenn alles gut läuft, wollen wir Ende 2015 eröffnen“, sagt Kuttig. Zurzeit läuft das Moderationsverfahren als inhaltliche Programmierung, dem ein städtebaulicher Wettbewerb folgen soll. Für Einzelhandel sollen drei Etagen (Basement bis 1. Obergeschoss) vorgehalten werden, darüber schwebt dem Unternehmen als weitere Nutzung ein Hotel und insgesamt 70 bis 80 Wohnungen vor.

Auch die restliche Innenstadt soll von dem Projekt profitieren

Diewald: „Die restliche Innenstadt kann von dem Projekt nur profitieren. Wir wissen, dass Investitionen an der Kortumstraße geplant sind, sobald die Viktoriastraße entwickelt wird.“ Er wies Bedenken weit von sich, ECE würde sich aus Citypoint und Drehscheibe zugunsten des neuen Projekts zurückziehen.

Für das geplante Künstlerhaus („Arts Bochum“) im Telekomblock, das die Malerin Martina Murgia als Interimsnutzung bis zum Abriss des Gebäudes mieten will, setze sich ECE als Vermittler ein (Telekom bleibt Besitzer bis 2014). Jules-Edouard Jeannot: „Wir streben eine Eröffnung im März/April an; alle Beteiligten bemühen sich.“

 
 

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