„Duftpapst“ der Ruhr-Uni erhält Fiege-Bierkutschermütze 2015

Ein dufter Preis: Prof. Hanns Hatt (li.) mit Hugo und Jürgen Fiege.
Ein dufter Preis: Prof. Hanns Hatt (li.) mit Hugo und Jürgen Fiege.
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Der langjährige Ruhr-Uni-Wissenschaftler Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt ist am Freitag mit der Bierkutschermütze der Fiege-Brauerei ausgezeichnet worden.

Bochum.. Sein Vater war einst Diplom-Braumeister im bayerischen Illertissen. „Umso mehr bewegt und ehrt mich diese Auszeichnung“, sagt Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt. Der Wissenschaftler der Ruhr-Universität ist der 13. Träger der Fiege-Bierkutschermütze.

Seit 2003 zeichnet die Familienbrauerei Persönlichkeiten aus, die sich um Bochum und das Revier in besonderer Weise verdient gemacht haben. Norbert Lammert zählt ebenso zu den Mützenträgern wie Frank Goosen, Werner Altegoer, Norman Faber, Manni Breuckmann oder Elmar Weiler.

Auch mit der Auszeichnung von Hanns Hatt beweisen die Fiege-Brüder Hugo und Jürgen einen guten Riecher. Als langjähriger Inhaber des Uni-Lehrstuhls für Zellphysiologie und Autor zahlreicher Fachbücher genießt der 67-Jährige weltweit den Ruf eines „Duftpapstes“. Weniger bekannt war bislang, dass der Biologe und Mediziner seine familiären Wurzeln im schwäbisch-bajuwarischen Brauereiwesen hat. Längst hat Hatt das Bochumer Bier liebgewonnen und sich dem Gerstensaft als Forschungsobjekt auch wissenschaftlich genähert.

Nase spielt beim Trinkgenuss wichtige Rolle

Dabei empfiehlt er, den herben Tropfen stets intensiv zu beschnuppern. Die Nase spiele beim Trinkgenuss eine oft unterschätzte Rolle. „Eigentlich müsste es nicht heißen: Das Bier hat mir gut geschmeckt, sondern: Das Bier hat mir gut gerochen“, sagte Hatt am Freitagmittag vor der Presse, bevor er die Kutschermütze am Abend traditionell im Rahmen der Zwickelbierprobe entgegennehmen sollte. „Nach drei Doktorhüten“, strahlte der Wissenschaftler, „bekomme ich endlich mal ‘ne richtige Mütze!“

Das Preisgeld in Höhe von 5000 Euro spendet er zu gleichen Teilen an das Hospiz St. Hildegard und den Verein „Tiere in Not“.

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