Dschungelcamp-Größe Sarah Knappik vermisst Bochum

Als tränenreiches Mitglied im „Dschungelcamp“ löste die Bochumerin Sarah Knappik bundesweit Schlagzeilen aus. Foto: RTL
Als tränenreiches Mitglied im „Dschungelcamp“ löste die Bochumerin Sarah Knappik bundesweit Schlagzeilen aus. Foto: RTL
Foto: WAZ
Am Rande der Bochumer Party anlässlich der Frauenfußball-WM traf die WAZ die einstige Dschungelcamp-Größe Sarah Knappik zum Gespräch. Dabei sagte sie, dass sie über eine Rückkehr von Berlin nach Bochum grübele.

Bochum.. Zurück in die Heimat? „Ich vermisse Bochum sehr. Deshalb denke ich konkret darüber nach, noch in diesem Jahr wieder umzuziehen“, sagte Sarah Knappik, seit dem RTL-Dschungelcamp eines der bekanntesten und umstrittensten Bochumer TV-Gesichter, am Wochenende der WAZ.

„Dschungel-Zicke“, „Asi-Schickse aus dem Pott“, „heulendes Elend“: Über dem aus Linden stammenden Model wurden zu Jahresbeginn Hohn und Spott ausgekübelt. Ganz Fernseh-Deutschland diskutierte über die als desaströs empfundenen Auftritte der 24-jährigen Blondine im australischen Urwald. Die Einschaltquoten erreichten Wetten-dass-Niveau. In Umfragen bekannten sich Bochumer(innen) zum Fremdschämen über „Sarah K. Superstar“.

"Fernsehen ist zum Teil Verarschung"

„Die Menschen, die mich kennen, wissen, wer und wie ich bin. Alle meine Freunde, Bekannten und meine Familie haben nach der Rückkehr aus dem Camp zu mir gestanden“, sagte Sarah Knappik am Wochenende am Rande des Fußball-Fan-Festes auf der Viktoriastraße, bei dem sie als Ehrengast mit von der Partie war.

Erst kürzlich habe sie sich die Dschungel-Aufzeichnungen angesehen: „In der ersten Zeit wollte ich mich damit nicht belasten.“ Noch drastischer als aus den bisherigen Erzählungen und Berichten habe sie erkennen müssen, in welcher Weise sie benutzt worden sei, um Quote zu machen. Knappik: „In den meisten ausgestrahlten Szenen wurde ich als Zicke dargestellt. Vieles wurde aus dem Zusammenhang gerissen. Die vielen harmonischen Szenen wurden nicht gezeigt. Fernsehen ist zum Teil Verarschung. Ich habe bei diesem Spiel von Anfang an nicht mitgespielt.“ Der Streit mit den Mitbewohnern, der letztlich zu ihrem Auszug führte, sei allerdings echt gewesen. Ganz im Gegensatz zu einer Love-Story, zu der sie Mitbewohner Jay habe überreden wollen. „Jay hat mich bedrängt. Wir sollten im Camp eine Liebesgeschichte inszenieren. Sonst müsse ich aus der Stadt verschwinden.“

Charity-Event geplant

Der Privatsender habe sein Ziel erreicht: „Ich habe RTL zum erfolgreichsten Sender 2011 gemacht.“ Ihre Popularität will Sarah Knappik auch für eigene Zwecke nutzen. Wer sie wegen des Dschungelcamps abgeschrieben habe, liege falsch. „Ich habe regelmäßig TV-Auftritte, zuletzt bei den ,Superheimwerkern’ auf Kabel 1. Ich plane einen eigenen Charity-Event für die Offroad-Kids und den Verein Kinderlachen. Derzeit drehe ich. Was und für wen, darf ich noch nicht verraten.“

Kein Geheimnis macht sie um ihre Umzugspläne. Vor einem Jahr war Sarah Knappik nach Berlin gewechselt. Alsbald soll es wieder retour gehen. „Bochum fehlt mir. Meine Familie, meine Freunde, das Grün, der VfL, der Menschenschlag. Hier fühle ich mich zu Hause.“

 
 

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