Diskussionen um geplanten Radweg auf dem Werner Hellweg

Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Der geplante Rückbau der Hautverkehrsstraße von vier auf zwei Spuren zugunsten eines Radweges sorgt für eine heiße Debatte im WAZ-Internetportal. Viele User halten die Planungen für unsinnig. Einige üben aber nicht nur Kritik, sondern haben auch gleich Verbessungsvorschläge parat

Laer/Werne.  Im WAZ-Internetportal wird heftig diskutiert. Über Sinn oder Unsinn des geplanten Rückbaus des Werner Hellwegs. Die Hauptverkehrsstraße sieht zwischen Havkenscheider Straße (Laer) und S-Bahnunterführung Am Koppstück (Werne) für den Kfz-Verkehr künftig statt vier nur noch zwei Spuren vor (wir berichteten). Die jeweils rechte Fahrbahn soll ab Frühjahr 2015 für den Parkway Emscher-Ruhr zum Radweg umgebaut werden.

Vielen Nutzern des WAZ-Onlineauftrittes stößt das bitter auf. Die Internetleserschaft reagiert größtenteils mit Unverständnis auf die Verwaltungspläne. User „Brunnen100“ greift dafür zur Ironie: „Als Autofahrer aus Werne freue ich mich schon auf den Baubeginn. Baustellen wegen der 310 in Langendreer und jetzt auf dem Werner Hellweg, wenn man Richtung Innenstadt fahren will. Man könnte vermuten, man will die Autofahrer aus Bochum verbannen.“ „Brunnen100“ denkt bereits weiter und an ein Umsteigen aufs Rad: „Wo findet der Fahrradkurs für Senioren statt?“ „joschbo“ malt sich schon das nächste Schreckensszenario aus: „Vermutlich wird demnächst auch die A40 zweispurig für Radfahrer ausgebaut und die Kraftfahrzeuge dürfen dann einspurig fahren.“

„Unfassbar“, findet „FreieMeinungBo“. „Da haben wir mit dem Werner Hellweg an dieser Stelle zwischen den Autobahnen eine angemessen ausgebaute Straße bereits stehen und man will sie zerstören. Die Straße ist heute schon breit genug, damit Radfahrer dort locker mitfahren können.“ Und „Vorstand“ findet: „Bei ständig zunehmendem Verkehr schwimmt man plötzlich gegen den Strom und belastet nicht nur zusätzlich die Umwelt, sondern man macht aus einer Hauptverkehrsstraße ein Nadelöhr, um auch die Geduld der Autofahrer auf die Probe zu stellen.“ Den Werner Hellweg in Zukunft dann zu umfahren, überlegt Userin „melanie608“: „Der Werner Hellweg ist eine der wenigen Straßen in Bochum, wo der Verkehr noch einigermaßen gut fließt. So hat z. B. der Ausbau der Wittener Straße dazu geführt, dass ich nur noch im Notfall in die City fahre und viele Einkäufe via Internet tätige. Ich bin es leid, mich durch den Stadtverkehr zu quälen.“ Da es sicher nicht nur ihr so geht, sieht sie große Probleme auch auf den Einzelhandel zukommen.

Doch bei all der Kritik gibt es unter den Online-Beiträgen auch „Optimierungsvorschläge“. „Da auf diesem besagtem Straßenteil kaum Fußgänger unterwegs sind, reicht es meiner Meinung nach vollkommen aus, die Bürgersteige für den Radverkehr frei zu geben“, schlägt „hubertvomhellweg“ vor. Und „Ferd14“ meint: „Nehmt das Geld lieber, um Seitenstraßen zu vernünftigen Fahrradstraßen auszubauen. Ein paar Bordsteine weg, ein paar Meter durch einen Grünstreifen einen Fahrradweg gebaut und die Stadt wird attraktiver für den Fahrradfahrer, als bei dem Krampf, autooptimierte Trassen zu Fahrradwegen zu machen.“

 
 

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