Die Stadt Bochum schafft mobile Sirenen für 135.000 Euro an

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An vier Fahrzeugen werden in der Stadt Bochum bald mobile Sirenen installiert. An einem flächendeckenden Netz wird weiter gearbeitet.

Bochum. Mit dem Kauf von vier mit mobilen Warngeräten ausgerüsteten Fahrzeugen beginnt die Stadt den Aufbau eines Sirenenwarnsystems. Die Kosten in Höhe von 135.000 Euro stehen aus Landesmitteln zur Verfügung. Die Verwaltung ist beauftragt, ein Konzept zum Einsatz der mobilen Lautsprecherfahrzeuge zu erstellen. Die Sirenensignale sollen die Bochumer dazu auffordern, sich über Radio, Fernsehen oder Internet über Gefahren zu informieren.

Die Kosten für den Aufbau eines Sirenennetzes über das gesamte Stadtgebiet hinweg würden nach Schätzungen etwa 1,5 Millionen Euro betragen. Zunächst könnte für 30.000 Euro ein Planungsauftrag erteilt werden. Dabei geht es um die Ausarbeitung eines Plans zur Bestimmung möglicher Standorte und die Erarbeitung eines Konzeptes zum Aufbau eines flächendeckenden Sirenensystems unter Berücksichtigung von Topographie und Bebauung innerhalb des Stadtgebiets. Haupt- und Finanzausschuss (23. September) und Rat (1. Oktober) werden demnächst darüber beraten.

Die flächendeckende Versorgung des Stadtgebietes mit Sirenen ist aus Sicht der Berufsfeuerwehr wichtig, „da es die einzige technische Möglichkeit mit umfassender Erreichbarkeit der Bochumer Bevölkerung darstellt“. Dortmund, Essen, Gelsenkirchen und Herne haben bereits Beschlüsse zum Wiederaufbau des Sirenennetzes gefasst.