Bochum

„Die Stadt Bochum kapituliert vor den Verkehrsrowdies“ - so drastisch reagieren Bochumer auf die gesperrte Pontonbrücke in Dahlhausen

Wegen Fehlverhaltens einiger Autofahrer wurde die Pontonbrücke Dahlhausen dauerhaft für den Autoverkehr geschlossen.
Wegen Fehlverhaltens einiger Autofahrer wurde die Pontonbrücke Dahlhausen dauerhaft für den Autoverkehr geschlossen.
Foto: Stadt Bochum
  • Die Pontonbrücke in Dahlhausen ist seit Freitag, 16. Februar, wieder für Autos gesperrt
  • Das viel gelobte Experiment ist fehlgeschlagen
  • So drastisch reagieren Bochumer Facebooknutzer auf die Nachricht

Bochum. Es war eine Idee, die viele Bochumer und Essener gefreut hatte. Die Überquerung der Pontonbrücke in Dahlhausen sollte auch Autofahrern ermöglicht werden - seit Oktober wurde dieses Experiment in Form einer Einbahnstraße über die Ruhr getestet.

Doch der Test schlug fehl, weil sich zu viele Verkehrsteilnehmer nicht an die Regeln gehalten haben. Seit Freitag bleibt Autofahrern die Überquerung der Brücke daher nun dauerhaft verwehrt.

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Auf der Facebookseite von DER WESTEN wurde das Thema stark diskutiert. Auch dort machten enttäuschte Leser ihrem Unmut Luft.

Enesa H. schrieb dort beispielsweise: „Es ist sehr enttäuschend! Das heißt jetzt wieder außenrum fahren, obwohl es eigentlich vor der Nase ist. Hätte die Stadt keinen Blitzer aufstellen können, sodass diejenigen geblitzt werden, die über Rot fahren? Stattdessen werden andere Leute, die sich korrekt verhalten haben, mitbestraft für die Dummheit Anderer. Ziemlich ärgerlich.“

„Jede Blödsinns-Ecke wird gnadenlos geblitzt“

Den Punkt des Blitzers bemängelt auch André K.. Er sagt: „Jede Blödsinns-Ecke wird gnadenlos geblitzt, um Kohle zu machen. Da ging das natürlich nicht. Bananenrepublik.“

Insgesamt gibt es viele Kommentare, die sich der Tatsache widmen, dass nun alle für das Fehlverhalten anderer Autofahrer bestraft werden.

Einige Nutzer sehen die Stadt in der Pflicht

Christian F. findet: „Kollektivbestrafung! Ist ja in Deutschland mittlerweile Standart! Eine Hand voll Motorradfahrer sind zu laut oder zu schnell und schon gibt es Streckenverbote für Alle! Zum Kotzen! Wann wird denn endlich die A40 für Autos gesperrt? So viel Fehlverhalten wie ich da schon erlebt habe! Das sind mehr als 27 am Tag!“

Auch Kalibo L. sieht die Stadt in der Pflicht: „Das ist wieder mal ein Trauerspiel: Die Stadt Bochum kapituliert vor den Verkehrsrowdies und negiert die Wünsche der Mehrheit der Bürger im Bochumer Südwesten.“

Nutzer: Wie viele Regeln bricht man selbst am Tag?

Jörg S. sieht die Schuld nicht bei der Stadt. Er sagt, dass die Entscheidung wohl nicht leicht gefällt worden: „Ich finde, es wird Zeit dass jeder mal über sein Verhalten nachdenkt, sich mal reflektiert, wie viele Regeln am Tag so gebrochen werden. Man wird überrascht sein, dass niemand hier alle Regeln, teilweise aus Bequemlichkeit nicht einhält. Und die Brücke zu sperren ist der einzig logische Schluss, bevor noch was schlimmeres passiert.“

 
 

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