Die private Bochumer Carolinenschule bekommt einen Neubau

Mitte des nächsten Jahres soll der Neubau an der Carolinenschule (Springorumallee) bezugsfertig sein.
Mitte des nächsten Jahres soll der Neubau an der Carolinenschule (Springorumallee) bezugsfertig sein.
Foto: Ingo Otto
In das neue Gebäude zieht im nächsten Jahr die Grundschule. An der Gesamtschule gibt es erstmals eine Oberstufe. Bau kostet 5 Millionen Euro.

Bochum..  Dass das neue Gebäude ein Flachdach und damit keinen Dachstuhl hat, stört an diesem Abend nicht. Zimmermeister Klaus Reiche hat vorgesorgt. Er hat für das Richtfest zwei Holzbalken mitgebracht.

Dr. Caroline von Bormann-Altmeyer, die geschäftsführende Gesellschafterin der Carolinenschule, einer Schule in privater Trägerschaft, muss zwar ein paar mal mehr mit dem Hammer zuschlagen, bis der „letzte“ Nagel sitzt. Aber dann ist er drin und das Richtfest hat seinen Höhepunkt. Der Bau des neuen Gebäudes, das im kommenden Jahr die Grundschule der Carolinenschule an der Springorumallee aufnehmen soll, kann wie geplant weitergehen.

Das ist wichtig. Schließlich „platzt“, wie es von Bormann-Altmeyer sagt, „die Schule fast aus allen Nähten“. Die Grundschule läuft bestens, hat 160 Schülerinnen und Schüler. Die Gesamtschule, im Sommer 2011 auf den Weg gebracht, hat ab dem nächsten Sommer erstmalig eine Oberstufe und aktuell 200 Schülerinnen und Schüler.

„In der Oberstufe braucht man mehr Platz, weil dort im Kurssystem unterrichtet wird“, sagt von Bormann-Altmeyer. „Deshalb war es fünf vor zwölf mit dem Bau und dem Umzug.“ Beides stand zwischenzeitlich komplett auf der Kippe. „Wir hatten einen Investor aus Köln. Mit dem war alles auf den Weg gebracht. Leider ist er Anfang 2015 gestorben, eine Erbengemeinschaft war danach verantwortlich und wir hatten damit keinen Investor mehr. Zu dem Zeitpunkt sollte es ja eigentlich schon mit dem Bau losgegangen sein.“ Von Bormann-Altmeyer suchte – und fand eine Investorengruppe aus Bochum, „die“, so sagt sie, „aber namentlich nicht erwähnt werden möchte“.

Barrierefreies Gebäude

Wichtig sei, dass es zügig weitergegangen sei. An die 5 Millionen Euro nehmen die Investoren für den 2000 Quadratmeter großen Grundschulbau in die Hand. Noch vor den Sommerferien 2017 soll die Grundschule komplett umziehen, voraussichtlich wird es Juni. Nach den Ferien soll es dann losgehen.

Wie die Grundschule aussehen wird, davon konnten sich die Eltern der Grundschüler und die anderen Besucher des Richtfestes bereits ein Bild machen. Das Gebäude ist fünfgeschossig und barrierefrei. Auch im neuen Gebäude will die Carolinenschule ihren Schülern eine bemerkenswerte Lernatmosphäre bieten.

Eine Besonderheit gab es für die zukünftigen „Bewohner“ des neuen Schulgebäudes beim Richtfest. Schulleiterin Claudia Neuse und ihre Vertreterin Jessica Strübbe hatten die Kinder aufgefordert, zum Richtfest ein Vorhängeschloss mitzubringen. „Die Kinder sind heute Ehrengäste“, sagte Strübbe. „Sie werden, da gibt es für mich keinen Zweifel, im kommenden Jahr in ein lebendiges Gebäude ziehen.

Der Neubau ist ein wichtiger Schritt in der noch jungen Geschichte der Carolinenschule. Die Schlösser sind ein Symbol für Dauerhaftigkeit.“ Sie werden an einen Zaun angebracht und der Zaun soll dann auch auf dem Schulhof stehen. Die Schlüssel können die Kinder als Andenken mit nach Hause nehmen. Strübbe: „Und die Schlösser kann man dann Besuchern zeigen, wenn man irgendwann die Carolinenschule verlassen hat, und zeigen will, wo man zur Schule gegangen ist.“

 
 

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