Die Guerilla-Gärtner kehren zurück

Tom Thelen
Beim N.A.T.U.R. Festival 2011 starteten Paul Reutter und Kolja Klar (re.) eine Pflanzaktion an der Viktoriabrache.
Beim N.A.T.U.R. Festival 2011 starteten Paul Reutter und Kolja Klar (re.) eine Pflanzaktion an der Viktoriabrache.
Foto: WAZ FotoPool

Bochum.  Das Festival „Natürliche Ästhetik trifft urbanen Raum“ erlebt eine Neuauflage. Vom 11. bis 20. Mai wird N.A.T.U.R. erneut im Alten Katholikentagesbahnhof am Konrad-Adenauer-Platz Einzug halten.

Zurück reicht die Geschichte der künstlerisch-grünen Underground-Intervention schon bis in die 1970er Jahre. In den letzten Jahren hat sich die Bewegung wieder massiv verstärkt. Das Bochumer Festival sieht sich in diesem Zusammenhang als ein sozial-integratives, nachhaltig ökologisches und partizipatives Projekt mit Erlebnischarakter. Kurz gesagt, befasst es sich mit dem Thema Natur und Mensch im urbanen Lebensumfeld. „Dabei geht es in erster Linie darum, bei den Besuchern ein Bewusstsein für das eigene Lebensumfeld zu schaffen und ein Interesse an dessen Gestaltung zu wecken“, so die Veranstalter.

Unter Mitwirkung von Vereinen, Initiativen, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Einzelpersonen sowie Künstlerinnen und Künstlern soll Bochum im Mai erneut zu einem wuchernden Experimentierfeld werden. Das Festival will dabei zu Werkstatt, Hörsaal und Bühne für Besucher quer durch alle Altersschichten werden. Mit etlichen Workshopangeboten, Mitmachaktionen, wissenschaftlichen und kulturellen Beiträgen sollen aktuelle Trends und Lebensformen rund um das Thema „Natur und Mensch“ gebündelt werden.

Die diesjährigen Schwerpunkte sind: Stadt/Natur (mit den Unterthemen Guerilla Gardening/Stadtentwicklung, Leerstand/Zwischennutzung, „City Farming“, etc.), Technologie/Mobilität (Infrastruktur, zukünftige Möglichkeiten, Energie), Lebensführung (Müll/Recycling/Ernährung, Sport/Bewegung, Kleidung/Lifestyle, Bewusstsein/Spiritualität) sowie Kunst (Fotografie/Malerei/(Grafik-)Design/Installation/Aktionskunst/Street Art usw.).

Zentraler Ort für die vielfältigen Aktionen wird erneut die Rotunde an der Viktoria-Brache sein. Doch auch alternative Ort wie das Alsenstraßen-“Wohnzimmer“ und die Galerien Chrom und The Spam in Ehrenfeld sollen einbezogen werden.